Verlag:Dietz

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Dietz, 1881 von Johann Heinrich Wilhelm Dietz in Stuttgart als Verlag der Sozialdemokratie gegründet, ist die deutsche Adresse von Karl Marx und Friedrich Engels in der Werkausgabe, die das Jahrhundert gelesen hat. In der DDR wurde Dietz Berlin der Parteiverlag; nach 1990 blieb der Karl Dietz Verlag Berlin der Ort der Marx-Engels-Werke. Das Bonner Haus J. H. W. Dietz Nachf. führt die sozialdemokratische Linie getrennt weiter.

Geschichte

Dietz druckte das, was die Sozialdemokratie brauchte: Theorie, Agitation, die Klassiker der Arbeiterbewegung. Der Umweg ist die Spaltung des Jahrhunderts: Weimar, Verbot, DDR-Staatsverlag, westdeutsche Nachfolge. Die Marx-Engels-Werke (MEW) machten Dietz Berlin zur Zitiergrundlage zweier deutscher Staaten und der internationalen Linken. 1990 endete die Partei als Eigentümerin im alten Sinn; der Berliner Dietz überlebte als kleines Haus im Umkreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Wer „Dietz“ auf einem Marxband liest, meint meist dieses Berlin, nicht das Stuttgarter Ursprungsschild und nicht Bonn.

Werke und Autoren

In der Bookpedia ist Dietz der Marx-Engels-Verlag: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie, die Theorien über den Mehrwert, Lohn, Preis und Profit, Lohnarbeit und Kapital, Der Bürgerkrieg in Frankreich, Kritik des Gothaer Programms, Die heilige Familie, Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft, Friedrich EngelsDer Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats und Die Lage der arbeitenden Klasse in England, Lenins Staat und Revolution, Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, die Aprilthesen. Daneben liegt C. L. R. JamesDie schwarzen Jakobiner, die Haitianische Revolution als Weltgeschichte. Das ist keine Entdeckung, sondern die Ausgabe, in der die deutsche Linke zitiert hat – und noch zitiert, wo sie den Wortlaut braucht.

Ausrichtung

Dietz will die politische Werkausgabe, nicht den Literaturkanon. Parteinähe war Geschichte und bleibt Spur; heute ist es ein spezialisiertes Haus der Theoriegeschichte von links. Keine Romane, keine gelbe Schule – der Band, den das Seminar „Kapital“ aufschlägt. Der Vorwurf der Orthodoxie trifft die MEW: sie sind die Ausgabe einer Epoche, nicht die historisch-kritische MEGA. Wer den Unterschied kennt, braucht beide; wer ihn nicht kennt, liest hier trotzdem zuerst.

Würdigung

Im deutschen Sprachraum ist Dietz der Verlag, ohne den Marx auf Deutsch nicht dieselbe öffentliche Existenz hätte. Suhrkamp hat die Theorie der Nachkriegsjahrzehnte gehalten; Dietz hat den Wortlaut des neunzehnten Jahrhunderts in die Hand der Leser gelegt, die ihn als Waffe oder als Pflicht lasen. Wer nur die Kritik kennt, unterschlägt diese Ausgabe. Wer nur diese Ausgabe kennt, unterschlägt, dass dieselben Sätze Verlage, Staaten und Niederlagen hinter sich haben.

Wichtigste verlegte Werke

Auswahl nach dem Jahr der Erstausgabe, soweit die Bookpedia den Titel führt:

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.