Verlag:Wagenbach
Wagenbach, 1964 in Berlin von Klaus Wagenbach gegründet, ist der kleine linke Verlag, der unabhängig geblieben ist, als die anderen wuchsen oder verkauft wurden. Italienische Literatur, die rote Reihe, Wolf Biermann, Erich Fried: das Haus hat Haltung als Format verkauft, zum Preis, den Studenten zahlen konnten. Es ist nicht groß geworden und hat darin recht behalten.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Klaus Wagenbach kam von Fischer und machte ein Haus gegen die Restauration, nah an der Studentenbewegung, genauer in der italienischen Erzählung als mancher große Verlag. Der Umweg ist die Kleinheit: Quarthefte, das rote Taschenbuch, keine Gruppe. 1971 verließ ein Teil der Mitarbeiter das Haus nach links und gründete Rotbuch; Wagenbach blieb, schmaler, persönlicher. Nach 1990 Berlin ohne Mauer, dasselbe Schild. Der Gründer hat den Verlag übergeben, ohne ihn zu verkaufen. Unabhängigkeit ist hier keine Erinnerung, sondern die tägliche Rechnung.
Werke und Autoren
In der Bookpedia hält Wagenbach, was das Haus an europäischer Genauigkeit gebunden hat: Carlo Ginzburgs Der Käse und die Würmer, Italo Calvino und die italienische Linie, Boris Vians Der Schaum der Tage, David Freedbergs Die Wirklichkeit der Bilder. Das immaterielle Erbe, die Mikrogeschichte, das schmale Buch, das eine These hat: Wagenbach entdeckt nicht den Weltverkaufserfolg, sondern den Text, der eine Denkgewohnheit stört. Fried, Biermann, die politische Lyrik gehören in die Geschichte, auch wo sie heute anderswo stehen. Es ist ein Programm zum Mitnehmen, nicht zum Repräsentieren.
Ausrichtung
Wagenbach will linke Aufklärung ohne Parteiverlag zu sein: Literatur, Geschichte von unten, Italien, das schmale Streitbuch. Keine Theorie der großen Systeme, keine Taschenbuchmaschine. Der Vorwurf der Nische trifft zu und ist Absicht. Wer Masse sucht, sucht Rowohlt oder Heyne. Wer eine Adresse sucht, die 1968 nicht nur zitiert, findet sie hier noch im Impressum.
Würdigung
Im deutschen Sprachraum ist Wagenbach der Beweis, dass ein Verlag klein bleiben und trotzdem zählen kann. Ginzburg, die italienische Literatur, die rote Reihe: das Haus hat das Lesen der Linken zivilisiert, ohne es zu verraten. Wer nur die großen Namen der Gruppenverlage kennt, unterschlägt diese Berliner Gegenadresse. Wer sie nur als Gesinnung kennt, hat den Käse und die Würmer nicht gelesen.
Wichtigste verlegte Werke
Auswahl nach dem Jahr der Erstausgabe, soweit die Bookpedia den Titel führt:
- Der Schaum der Tage (1947)
- Der Tag der Eule (1961)
- Familienlexikon (1963)
- Der Zusammenhang (1971)
- Die Wirklichkeit der Bilder (1972)
- Der Käse und die Würmer (1976)
- Das immaterielle Erbe (1985)
- Hofkünstler (1985)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.