Autor:Boris Vian

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Boris Vian (1920–1959), in Ville-d’Avray geboren, hat dem französischen Roman die Physik gegeben, in der Liebe die Möbel aufbläht und Krankheit die Welt zusammenzieht. Der Schaum der Tage lässt in einer Lunge eine Wasserlilie wachsen; Jazz und Ingenieurswitz tragen die Trauer, bis beides erstickt.

Leben

Ingenieur, Trompeter in Saint-Germain-des-Prés, Romane unter eigenem Namen und als Vernon Sullivan, dessen harter Krimi ein Skandal und ein Scherz war. Der Umweg ist diese Doppelbegabung: Wer Maschinen und Trompete kann, schreibt Gegenstände, die mithandeln. Jean-Paul Sartre druckte Auszüge, Raymond Queneau pries das Buch; der erste Druck fand trotzdem wenige Leser. Vian starb neununddreißigjährig in Paris, bei der Voraufführung eines Films nach einem anderen seiner Werke.

Wirkung

Vian hat den surrealistischen Roman nicht als Schule geschrieben, sondern als Stück, das kippt. Die Karikatur Jean-Sol Partre trifft Sartres Kult in dem Jahrzehnt, in dem Vian selbst im Schatten der Existentialisten spielte; Chick liebt die Sätze mehr als die Frau. Neben der Übelkeit vor dem Dasein steht hier eine Zärtlichkeit, die das Dasein nicht hält. Le Monde setzte den Roman auf die Liste der hundert Bücher des Jahrhunderts. Die neuere deutsche Fassung heißt Die Gischt der Tage; bekannt wurde der ältere Titel.

Verfilmungen, zuletzt von Michel Gondry, haben die Erfindung sichtbar gemacht und oft die Härte unter dem Kitsch begraben. Eine Oper von Edison Denissow holte den Stoff auf die Bühne. Wer Vian nur als Jazzlegende und frühen Toten liest, hat die Waffenfabrik nicht gesehen, in der Körper gestreckt werden, bis sie in die Maschinen passen. Wer nur die Lilie als Bild nimmt, hat den Satzbau nicht ernst genommen: Hier wächst sie wirklich.

Werke

In Auswahl außerdem: Ich werde auf eure Gräber spucken, Das rote Gras, Der Herzausreißer.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.