Autor:Michel Foucault

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Michel Foucault (1926–1984), in Poitiers geboren, hat die Macht nicht als Besitz einer Klasse beschrieben, sondern als Technik, die durch Institutionen läuft und Subjekte erst herstellt. Überwachen und Strafen macht aus dem Gefängnis das Diagramm der modernen Gesellschaft.

Leben

Philosoph, Psychologe, dann am Collège de France. Der Umweg war die Praxis: 1970 gründete er mit Gilles Deleuze die Gruppe zur Information über die Gefängnisse; das Buch von 1975 kommt aus dieser Arbeit, nicht aus der Studierstube allein. Zuvor Wahnsinn und Gesellschaft, Die Ordnung der Dinge; danach die Geschichte der Sexualität, unvollendet. Er starb in Paris. Die Krankheit, die ihn tötete, hat die späten Bände mitgeschrieben, ohne sie zu erklären.

Wirkung

Kein Buch der siebziger Jahre hat die Geisteswissenschaften so umgedreht. Neben Edward Saids Orientalismus und Max Horkheimers und Theodor W. Adornos Dialektik der Aufklärung steht es als Analyse der Macht, die nicht von oben kommt, sondern durch uns hindurch. Kaserne, Schule, Fabrik, Hospital gehorchen derselben Mikro-Physik: Prüfung, Norm, der Blick, der sieht, ohne gesehen zu werden.

Die Überwachungsdebatte des Internets hat das Panoptikum wieder wörtlich genommen, oft als Allzweckbild. Foucault ist kanonisch geworden und zum Jargon. Wer ihn nur gegen das Gefängnis liest, unterschlägt die Frage, warum wir die Form für selbstverständlich halten. Eine Reform steht am Ende nicht.

Werke

In Auswahl außerdem: Wahnsinn und Gesellschaft, Die Ordnung der Dinge, Der Wille zum Wissen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.