Orientalismus

Edward Said · 1978 · Sachbuch, Gesellschaftstheorie


Das Werk
Deutscher Titel: Orientalismus
Autor(en): Edward Said
Originaltitel: Orientalism
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1978
Schlagwörter: Orient, Kolonialismus, Wissen, Macht
Sachgebiete: Sachbuch, Gesellschaftstheorie
Greifbare Ausgabe
Verlag: S. Fischer


Umfang dieser Ausgabe: 459 Seiten
ISBN: 9783100710086
Verweise


Orientalismus (englisch Orientalism) ist das 1978 erschienene Hauptwerk von Edward Said. Der Orient, den Europa beschreibt, ist weniger eine Gegend als eine Erfindung, die Herrschaft begründet.

Inhalt

Said, Palästinenser, in Jerusalem geboren und in den Vereinigten Staaten lehrend, liest die britische und französische Literatur, die Reiseberichte, die Wissenschaft vom 18. Jahrhundert bis in den Nachkrieg: Napoleon in Ägypten, Silvestre de Sacy, Ernest Renan, Flaubert in Kairo, die Kolonialbeamten, die Nachrichtendienste. Immer erscheint der Orient als Sinnlichkeit, Despotie, Rückstand, Wesen – als das Andere, an dem sich der Westen als vernünftig, männlich, modern erkennt.

Das ist keine Behauptung, es gebe den Nahen Osten nicht. Es ist die Behauptung, dass das Wissen über ihn mit der Macht, ihn zu verwalten, verwachsen ist. Said stützt sich auf Michel Foucaults Koppelung von Diskurs und Macht und auf eine philologische Genauigkeit, die den einzelnen Text nicht als bloße Illustration verbraucht. Der amerikanische Nachkrieg, Israel, die Araber als Öl und Terror: Das Schema überlebt die Kolonialreiche.

Das Buch hat Lücken – den deutschen Orientalismus behandelt es kaum, den russischen nicht – und einen Ton, der Anklage und Analyse nicht immer trennt. Gerade deshalb hat es Fächer verschoben.

Einordnung

Orientalismus hat die Postkolonialen Studien begründet und die Nahostdebatte vergiftet und geklärt zugleich. Kritiker warfen Said vor, den Westen zu dämonisieren und den Orient zu entleeren. Neben Frantz Fanons Die Verdammten dieser Erde steht das Buch als der Text, der Kultur nicht als Schmuck der Politik liest, sondern als ihr Werkzeug. Wer über den Islam im Westen spricht, spricht nach 1978 in Saids Schatten, auch wenn er ihn bestreitet.

Ideen

Dieses Buch hängt an diesen Zetteln.

Raum (zentral) · Exil (wichtig) · Fremde (wichtig) · Imperialismus (wichtig) · Kanon (wichtig) · Kolonialismus (wichtig) · Restitution (wichtig) · Säkularität (wichtig)

Essays

Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.

Bücher, die den Kolonialismus umschrieben (Lesepfad) · Die einflussreichsten Werke der Geschichtswissenschaft: 20. Jahrhundert (Kanon) · Die einflussreichsten Werke der Literaturwissenschaft: 20. Jahrhundert (Kanon) · Die Raumwende in acht Büchern (Lesepfad) · Epistemisches Unrecht in acht Büchern (Lesepfad) · Islam in Europa: die Bücher (Debatte) · Restitution, Museum, Beute (Lesepfad) · Säkularität nach Taylor (Lesepfad)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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