Die Ordnung der Dinge

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die Ordnung der Dinge
Autor(en): Michel Foucault
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1966
Seitenanzahl: 480 Seiten
Originaltitel: Les Mots et les Choses
Originalsprache: französisch
ISBN-10: 3518276964
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518276969
Schlagwörter: Episteme, Mensch, Repräsentation, Archäologie
Sachgebiete: Sachbuch, Philosophie
Rezensionen
Umschlag

Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften (französisch Les Mots et les Choses) ist das 1966 erschienene Buch von Michel Foucault. Der Mensch, von dem die Wissenschaften vom Menschen handeln, ist eine junge Figur. Er kann wieder verschwinden.

Inhalt

Foucault gräbt nicht nach Meinungen, sondern nach der Ordnung, in der Sätze überhaupt wahrheitsfähig werden. Diese Ordnung nennt er Episteme: das Gitter, das in einer Epoche das Sichtbare und das Sagbare fügt. Die Renaissance koppelt die Zeichen durch Ähnlichkeit; das klassische Zeitalter repräsentiert; um 1800 bricht die Arbeit, das Leben, die Sprache als eigene Tiefen auf – Biologie, politische Ökonomie, Sprachwissenschaft.

Velázquez' Las Meninas eröffnet das Buch: Wer sieht, wer wird gesehen, wo steht der König, wo der Maler, wo wir. Die Repräsentation zeigt sich und verschweigt den Ort, von dem aus sie gilt. Wenn dieser Ort umkippt, entsteht der Mensch als Gegenstand und als Subjekt des Wissens zugleich – endliche Gestalt, die die Humanwissenschaften tragen.

Das Buch endet mit dem Bild vom Menschen als einer Zeichnung im Sand, die die nächste Welle löscht. Keine Prophezeiung, eine Archäologie: Was entstanden ist, kann vergehen. Die Empörung von 1966 galt genau diesem Satz. Foucault hat später die Macht in den Institutionen gesucht; hier sucht er noch die Ordnung des Wissens, die den Institutionen vorausgeht.

Einordnung

Neben dem späteren Überwachen und Strafen ist dies das andere Hauptwerk, das Foucaults Namen durchgesetzt hat – das gelehrtere, das kältere. Die Humanwissenschaften lasen sich plötzlich als Episode, nicht als Ankunft. Die Kritik nannte das Buch strukturalistisch, zu französisch, ohne Geschichte von unten. Wer es nur als Todesanzeige des Menschen liest, unterschlägt die Genauigkeit der Epochen: dass wir in Gitter sprechen, die wir nicht gewählt haben. Nach 1966 ist das Wissen vom Menschen nicht mehr unschuldig.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.