Uta Ranke-Heinemann (1927–2021), in Essen geboren, war die erste Frau auf einem Lehrstuhl für katholische Theologie und verlor ihn, weil sie die Jungfrauengeburt nicht biologisch glauben wollte. Eunuchen für das Himmelreich von 1988 erzählt die Sexualmoral der Kirche von Jesus bis in ihre Gegenwart als Geschichte der Entsexualisierung.
Leben
Ältestes Kind Gustav Heinemanns, Luftkrieg, 1944 bei Rudolf Bultmann in Marburg, 1947 erstes Mädchen-Abitur am Essener Burggymnasium. Dreizehn Semester evangelische Theologie, Konversion 1953, Promotion bei Michael Schmaus, Kommilitonin Joseph Ratzingers. Der Umweg ist 1987: Zweifel im Fernsehen aus Kevelaer, Entzug der Lehrerlaubnis durch Bischof Hengsbach, dann ein kirchenunabhängiger Lehrstuhl für Religionsgeschichte in Essen. 1999 kandidierte sie für die PDS gegen Johannes Rau. Sie starb in Essen.
Wirkung
Ranke-Heinemann hat die katholische Lehre über Frauen, Keuschheit, Homosexualität und den Beichtstuhl mit philologischer Schärfe angegriffen; zwölf Sprachen, genaue Übersetzungen, der Titel als Schlag. Das Buch war 1989 das zweitmeistverkaufte Sachbuch; die erweiterte Fassung reicht bis Benedikt XVI. Nein und Amen zog den Abschied vom überlieferten Christentum nach, nachdem der Mann 2001 gestorben war.
Die Kirche hat sie als Häretikerin behandelt, ohne die Spruchstrafe der Exkommunikation auszusprechen; sie selbst betrachtete sich als ausgeschlossen. Wer nur die Sexualgeschichte nimmt, unterschlägt Pazifismus, Napalmverbot und die Fahrten mit Hilfsgütern nach Hanoi und Kambodscha. Wer nur die Patriarchenkritik rettet, unterschlägt, dass die erste Professorin der katholischen Theologie genau diese Kirche von innen aufschlug. Der Schaden, den sie benannte, war der an Kindern im dunklen Gewisper, nicht der an einem Dogma allein.
Werke
- Eunuchen für das Himmelreich (1988)
In Auswahl außerdem: Nein und Amen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.