Joseph Ratzinger (1927–2022), in Marktl am Inn geboren, hat das apostolische Bekenntnis gegen Entleerung und Restauration zugleich halten wollen. Die Einführung in das Christentum von 1968 ist Vorlesung, nicht Amtslehre: Glaube heißt einem Du standhalten, nicht etwas für wahr halten. Als Benedikt XVI. führte er die Kirche von 2005 bis zum Amtsverzicht 2013.
Leben
Gendarmenfamilie, bayerischer Katholizismus, Luftwaffenhelfer, kurze Wehrmacht, Priesterweihe 1951 mit dem Bruder Georg. Der Umweg ist Tübingen 1967: die Vorlesung für Hörer aller Fakultäten, aus der das Buch wurde – und 1968 die Studentenrevolte, nach der der Konzilsberater des Kardinals Josef Frings den Reformton verließ. München, dann unter Johannes Paul II. Präfekt der Glaubenskongregation, die rechte Hand des Lehramts. 2005 Papst, 2013 Rücktritt aus Altersgründen, Tod am letzten Tag des Jahres 2022 im Vatikan. Der Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs in München und in Rom bleibt umstritten.
Wirkung
Ratzinger hat historisch-kritische Auslegung und Bekenntnis in einem Satz halten wollen, wie es Dei verbum verlangt hatte, an dem er mitarbeitete. Gott ist nicht Uhrmacher und nicht Weltformel, sondern der, der sich anredet; Jesus nur als der Christus, der Christus nicht ohne Jesus. Das Buch von 1968 erreichte Gemeinden und Seminare, nicht zuerst die Fachzeitschrift. Später schrieb derselbe Mann die Jesus-Bücher nach und, als Papst, Enzykliken über Liebe und Hoffnung. Die Glaubenskongregation unter ihm maßregelte Theologen, die das Konzil weiter treiben wollten; die Kommission unter ihm trug den Weltkatechismus, den Johannes Paul II. mit Fidei Depositum in Kraft setzte.
Die Nachwelt hat den Konzilsperitus vom Restaurationspapst trennen wollen. Das glättet den Weg, der derselbe Mann ist. Relativismus nannte er das zentrale Problem des Jahrhunderts; Latein, tridentinische Messe, christliche Grundwerte gegen die Säkularisierung. Die Missbrauchsgutachten haben die bayerischen Amtsjahre nachgetragen, die Biographien gern übersprangen. Wer Ratzinger nur als Benedikt liest, unterschlägt die Tübinger Einführung. Wer nur den Theologen von 1968 rettet, unterschlägt die Kongregation und den Stuhl Petri. Karl Barths Offenbarung und Ludwig Feuerbachs Projektion stehen im Nachbarregal; dieses Buch will weder das eine noch das andere sein.
Werke
In Auswahl außerdem: Jesus von Nazareth, Salz der Erde, Deus caritas est.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.