Warum Nationen scheitern

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Warum Nationen scheitern
Autor(en): Daron Acemoglu, James A. Robinson
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: S. Fischer
Serie:
Erscheinungsjahr: 2012
Seitenanzahl: 608 Seiten
Originaltitel: Why Nations Fail
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3596195586
ISBN-13/

EAN-Code:

9783596195589
Schlagwörter: Institution, Inklusion, Extraktion, Macht
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Rezensionen
Umschlag

Warum Nationen scheitern. Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut (englisch Why Nations Fail) ist das 2012 erschienene Buch von Daron Acemoglu und James A. Robinson. Nicht Klima, Kultur oder Unwissenheit entscheiden über Reichtum und Armut, sondern die Regeln der Macht.

Inhalt

Acemoglu und Robinson unterscheiden inklusive und extraktive Institutionen. Inklusive Regeln lassen viele teilhaben: Eigentum, Wettbewerb, politische Rechte, die Möglichkeit, Eliten abzuwählen. Extraktive Regeln saugen ab: eine kleine Gruppe sichert sich Renten, blockiert Neuerung, hält die Mehrheit draußen. Nogales am Grenzzaun, die beiden Koreas, das koloniale Lateinamerika gegen die Siedlerkolonien: dieselben Menschen, andere Regeln, andere Wege.

Macht erzeugt Pfade. Extraktion erzeugt einen Teufelskreis: Wer absahnt, muss die Teilhabe verhindern, sonst verliert er. Inklusion kann einen guten Kreis öffnen, ist aber selten und oft dem Zufall politischer Weichenstellungen geschuldet – der Glorreichen Revolution, der amerikanischen Verfassung, dem Moment, in dem Vetos zerbrechen. Geographie und Kultur erklären nicht, warum dasselbe Volk diesseits und jenseits einer Grenze auseinanderdriftet.

Das Buch ist historisch erzählt, ökonomisch gebaut, für ein großes Publikum geschrieben. Die Stärke ist die Klarheit. Die Gefahr ist dieselbe: Institutionen werden zum Allerklärungswort.

Einordnung

Gegen Jared Diamonds Umwelt und gegen jeden Kulturfatalismus gesetzt, hat das Buch die Debatte über Entwicklung auf die Macht verschoben. 2024 erhielten die Autoren den Preis der Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften; die These war da schon Schulbuch. Die Kritik nennt sie zu grob, zu institutionenfromm, zu wenig Klasse, zu amerikanisch in der Vorliebe für inklusiven Kapitalismus. Neben Karl Marx' Kapital und Karl Polanyis The Great Transformation steht es als Ordnungslehre, die Ausbeutung nicht in der Ware, sondern in der Verfassung sucht. Wer es nur als Lob der Demokratie liest, unterschlägt, dass inklusive Märkte bei den Autoren ohne inklusive Politik nicht halten.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.