Wallenstein
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Wallenstein |
| Autor(en): | Friedrich Schiller
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1799 |
| Schlagwörter: | Macht, Verrat, Krieg, Sterne |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 420 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Wallenstein ist das dramatische Gedicht von Friedrich Schiller in drei Teilen – Wallensteins Lager, Die Piccolomini, Wallensteins Tod –, 1798 und 1799 in Weimar uraufgeführt, 1800 gedruckt. Schiller hat den Stoff aus der eigenen Geschichte des Dreißigjährigen Krieges gezogen und daraus das große Historiendrama der deutschen Klassik gemacht. Der Feldherr steht im Winter 1634 auf dem Gipfel der Macht und fällt, weil er Frieden und Krone zugleich will und den Augenblick versäumt, in dem noch zu wählen gewesen wäre.
Inhalt
Wallensteins Lager zeigt das Heer vor Pilsen, nicht den Herzog. Soldaten aus vielen Ländern würfeln, singen, werben und streiten um den Frieden, den der Feldherr meinen könnte; ein Kapuziner predigt gegen die Sünde des Lagers und trifft den Krieg nicht. In Knittelversen redet das Volk, das die hohen Herren später im Blankvers richten werden. Max Piccolomini, jung und gläubig, erscheint als der Offizier, der Wallenstein liebt, ohne ihn zu durchschauen. Das Lager ist der Grund der Macht: Wer diese Armee hat, hat den Kaiser in der Hand – und ist von ihr abhängig. Die Gerüchte über Verrat, Friedensfühler zu den Schweden und den Hof in Wien laufen schon, bevor eine Intrige greift; die Truppe will den Krieg, weil er ihr Leben ist, und den Friedländer, weil er ihn organisiert.
Die Piccolomini holen den Hof in dieses Lager. Questenberg kommt aus Wien mit dem Befehl, das Heer zu teilen und Wallenstein zu entmachten. Octavio Piccolomini, Maxens Vater, trägt bereits das kaiserliche Patent, den Oberbefehl zu übernehmen, und spielt den Freund, solange der Sohn noch glaubt. Wallenstein zögert, beobachtet die Sterne mit dem Astrologen Seni, empfängt die Werbungen der Schweden und unterschreibt nichts, was ihn festlegte. Beim Bankett lassen Illo und Terzky die Generale eine Erklärung unterzeichnen, aus der die Klausel der Kaisertreue heimlich gestrichen ist; die Unterschrift bindet die Männer an den Herzog, ohne dass sie es wissen. Max liebt Thekla, Wallensteins Tochter, und will die Treue zum Feldherrn, zum Kaiser und zur Geliebten in einem halten. Octavio offenbart ihm den Auftrag; der Sohn hört den Vater und verliert die Welt, in der noch alles zusammengehörte.
Wallensteins Tod dauert die letzten Tage in Pilsen und Eger. Wallenstein erfährt den Abfall, entscheidet sich zu spät für die Schweden und sieht die Regimenter weichen – Isolani, dann die anderen, die Octavio abgeworben hat. Max zerreißt die Bindung nach beiden Seiten, führt seine Kürassiere gegen die Schweden und fällt. Thekla geht an sein Grab. Wallenstein flieht nach Eger zum Kommandanten Gordon, einem alten Freund, und glaubt noch an die Sterne, die ihm den Glückstag nennen. Buttler, der sich betrogen glaubt, lässt ihn im Schlafzimmer ermorden. Octavio empfängt die Fürstenwürde aus Wien und hat den Sohn nicht mehr. Die Trilogie endet nicht mit der Moral, der Verrat werde bestraft: Sie endet mit einem Toten, der zu lange gerechnet hat, und einem Sieger, der den Preis kennt.
Einordnung
Schiller hat das Geschichtsdrama auf die Probe der Entscheidung gestellt: Wallenstein handelt nicht, bis das Handeln andere für ihn tun, und fällt nicht als Teufel, sondern als Zauderer in der Macht. Nach Don Karlos ist die Idee der Freiheit hier in Realpolitik übersetzt; die Sterne ersetzen Posas Pathos durch einen Aberglauben, der der Berechnung ähnelt. Das Lager hat dem hohen Stil das Volk gelassen, das Mutter Courage und ihre Kinder später als Geschäft führen wird – denselben Krieg, dieselbe Söldnerwelt, ohne den Feldherrn als Mitte. Neben Faust ist die Trilogie das Weimarer Hauptwerk, das die Bühne eines Jahrhunderts getragen hat; neben Die Räuber zeigt sie, was aus dem Aufruhr wird, wenn er kommandiert. Maria Stuart und Wilhelm Tell folgen als schärfere, kürzere Proben auf Gewissen und Vertrag.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.