Don Karlos
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Don Karlos |
| Autor(en): | Friedrich Schiller
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1787 |
| Schlagwörter: | Freundschaft, Freiheit, Inquisition, Spanien |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 221 Seiten |
| ISBN: | 9783150000380 |
| Verweise | |
Don Karlos ist das dramatische Gedicht von Friedrich Schiller, 1787 in Hamburg uraufgeführt und im selben Jahr gedruckt. Mit dem Blankvers verlässt Schiller die Prosa des Sturms und Drangs; der spanische Hof wird zum Schauplatz, auf dem Freundschaft, Liebe und Gedankenfreiheit an der Staatsräson und der Kirche scheitern. Der Infante will den Vater lieben und Flandern befreien und darf am Ende keins von beiden.
Inhalt
Am Hof Philipps des Zweiten erstickt Don Karlos, der Kronprinz, an einer Liebe, die das Staatsinteresse zur Untat gemacht hat: Elisabeth von Valois war ihm versprochen und wurde dem Vater zur Gemahlin gegeben. Karlos sieht in ihr noch die Braut, der König eine Königin, die ihn nicht wärmt. Der Hof – Domingo, der Beichtvater, der Herzog von Alba – überwacht Blicke wie Depeschen. In Aranjuez begegnet Karlos der Königin und wagt das Verbotene; sie weist ihn auf seine Würde und auf Flandern, wo die Ketzerverfolgung tobt. Was privat nicht sein darf, soll politisch werden, und gerade das gelingt nicht, weil der Sohn den Vater nicht als Gegner denken kann, ohne ihn als Vater zu verlieren.
Der Jugendfreund Marquis Posa, Malteserritter, kommt aus den Niederlanden mit einer anderen Rechnung. Er will Karlos zum Träger der flandrischen Freiheit machen und spielt, als der Prinz versagt, ein gefährliches Spiel mit dem König selbst: Philipp, einsam in der Allmacht, findet in Posa den Menschen, der ihm widerspricht, und hört die Bitte um Gedankenfreiheit, als wäre sie an ihn persönlich gerichtet. Die Prinzessin Eboli liebt Karlos, wird abgewiesen und wirft sich der Rache in die Arme; ein Brief, ein Rendezvous, ein Diebstahl der Kassette der Königin – die Intrige des Hofs braucht nur den Stoff, den die Leidenschaft liefert. Posa nimmt die Briefe an sich, stellt sich dem König als Verräter des Freundes dar und kauft Karlos damit eine Frist, die keine ist.
Die Frist endet im Kerker. Posa besucht den gefangenen Infanten und wird vor seinen Augen erschossen: Er hat den König getäuscht, um den Freund zu retten, und der König lässt töten, was er eben noch geliebt hat. Philipp bleibt mit der Leere zurück, die die Macht nicht füllt. Der Großinquisitor, blind und älter als der Staat, fordert den Sohn; der König, der den Freund ermorden ließ, liefert den Infanten der Kirche. Karlos, der zu Elisabeth und nach Brüssel wollte, geht in die Nacht der Inquisition. Das Stück schließt nicht mit einer Lehre über Freiheit, sondern mit der Einsicht, dass am spanischen Hof niemand spricht, der nicht schon einem anderen gehört – dem Vater, dem Altar oder der Idee, die den Freund verbraucht.
Einordnung
Schiller hat aus der Familiengeschichte von Kabale und Liebe ein politisches Trauerspiel gemacht: Derselbe Vater, derselbe Sohn, aber der Staat ist jetzt ein Weltreich und die Intrige eine Theologie. Der Blankvers bindet den Furor der Räuber in eine Form, die Weimar tragen konnte; die Hamburger Uraufführung zeigte noch ein anderes Stück als die späteren Bearbeitungen, in denen Posa wuchs und Karlos schwand. Neben Hamlet steht der Infante als Zögernder, der handeln soll und prüfen will; neben Nathan der Weise die Bitte um Gedankenfreiheit als säkulare Ringparabel, die der Großinquisitor nicht hört. Wallenstein wird die Macht danach ohne den Freund denken, der für eine Idee stirbt. Der Satz, den die Schule behalten hat, ist Posas Satz; das Stück ist dunkler als das Zitat.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
