Wilhelm Tell
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Wilhelm Tell |
| Autor(en): | Friedrich Schiller
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1804 |
| Schlagwörter: | Freiheit, Tyrann, Eid, Schweiz |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 126 Seiten |
| ISBN: | 9783150000120 |
| Verweise | |
Wilhelm Tell ist das Schauspiel von Friedrich Schiller, 1804 in Weimar unter Goethes Leitung uraufgeführt, im selben Jahr gedruckt. Es war das letzte vollendete Stück, lange das gespielteste, und handelt vom eidgenössischen Aufstand um 1300, als wäre Freiheit ein Vertrag unter Männern und der Tyrannenmord ein Fall der Notwehr. Tell will unbeteiligt bleiben und wird zum Schützen, ohne den die Bünde die Tat nicht hätten.
Inhalt
In Uri, Schwyz und Unterwalden lastet die österreichische Vögteherrschaft auf Bauern und Edelleuten. Der Wolfenschiessen will Baumgartens Frau vergewaltigen; Baumgarten erschlägt ihn und flieht an den See, den der Föhn unfahrbar macht. Wilhelm Tell setzt ihn über, weil Hilfe hier kein Beschluss ist, sondern ein Griff zum Ruder. Stauffacher hört von seiner Gertrud, dass Warten den Untergang bedeutet; der sterbende Freiherr von Attinghausen mahnt den Neffen Rudenz, der zum Reich neigt und Berta von Bruneck liebt, auf die Seite der Seinen. Auf dem Rütli schwören die drei Kantone den Bund: keine Fürstenblutrat, keine vorzeitige Gewalt, das gemeinsame Aufstehen, wenn die Zeit da ist. Tell fehlt bei diesem Eid. Er will Frau, Kinder, Haus und den sicheren Schuss, nicht die Politik.
Landvogt Gessler lässt in Altdorf den Hut auf eine Stange setzen und verlangt den Gruß. Tell grüßt nicht, wird gestellt und muss einem Apfel vom Kopf des Sohnes Walter schießen. Der Schuss sitzt; ein zweiter Pfeil, den er bereithielt, gilt dem Vogt, falls das Kind gefallen wäre. Gessler lässt ihn fesseln und über den See nach Küssnacht bringen. Der Sturm zwingt die Schergen, Tell das Steuer zu geben; er springt an der Tellsplatte ans Ufer und ist frei. In der Hohlen Gasse bei Küssnacht, wo der Vogt durch muss, wartet er und tötet Gessler mit dem Pfeil, der dem Kind gegolten hätte. Die Tat ist genau und kalt: nicht Aufruhr der Menge, sondern der Schuss eines Mannes, dem man den Sohn als Scheibe setzte.
Der Aufstand folgt, die Burgen fallen, Rudenz stellt sich zu den Seinen, Berta wird frei. Attinghausen stirbt mit der Zuversicht, dass der Adel im Volk aufgehe. Dann kommt Parricida, Johannes von Schwaben, der seinen Oheim, den König Albrecht, aus Ehrgeiz ermordet hat, und sucht bei Tell Zuflucht. Tell weist ihn ab: Sein Pfeil war Notwehr für das Kind, nicht der Weg zur Krone. Die Unterscheidung hält das Schauspiel offen, das die Schule oft als reines Freiheitsfest gelesen hat. Der Bund hat gesiegt, der Schütze hat getroffen, und ein Mörder steht daneben, der dieselbe Sprache der Befreiung spricht und eine andere Tat meint.
Einordnung
Schiller hat dem deutschen Drama den Volksaufstand gegeben, ohne ihn zur Masse zu machen: Die Rütlischwurer beraten, Tell handelt allein, der Adel tritt bei oder geht unter. Nach Die Räuber ist Freiheit hier nicht mehr der Schrei des Verstoßenen, sondern ein Eid; nach Wallenstein siegt, wer nicht zaudert, und die Sterne brauchen nicht befragt zu werden. Neben Nathan der Weise steht das Stück als aufklärerische Hoffnung auf Vertrag und Maß – und neben Maria Stuart als Gegenprobe, weil hier getötet wird, ohne dass eine Kanzlei den Befehl verwischt. Die Nationalsozialisten haben es 1941 vom Spielplan genommen, weil der Tyrannenmord zu deutlich war; die Schule hat es oft zum Festspiel geglättet. Der Parricida bleibt die Sperre gegen die Glätte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
