Maria Stuart
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Maria Stuart |
| Autor(en): | Friedrich Schiller
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1800 |
| Schlagwörter: | Königinnen, Gewissen, Kerker, Richtstatt |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 168 Seiten |
| ISBN: | 9783150000649 |
| Verweise | |
Maria Stuart ist das Trauerspiel von Friedrich Schiller, 1800 in Weimar uraufgeführt, 1801 gedruckt. In drei Tagen vor der Hinrichtung stehen sich die schottische Königin und Elisabeth von England gegenüber, ohne dass die Geschichte ihnen das Duell gegönnt hätte: Schiller erfindet die Begegnung, weil das Stück die zwei Körper der Macht in einem Park brauchen. Die eine hat gelebt und soll sterben, die andere hat geherrscht und kann nicht vergeben.
Inhalt
Auf Schloss Fotheringhay sitzt Maria Stuart als Gefangene, bewacht von dem redlichen Paulet, der ihr das Geschmeide nimmt und das Leben lässt. Sie hat die Krone verloren, den Gatten, die Flucht; was bleibt, ist der Anspruch auf den englischen Thron und eine Schuld, die das Stück nicht leugnet – Darnleys Tod lastet auf ihr, auch wo die Intrige anderer mitgewirkt hat. Burleigh bringt das Todesurteil des Gerichts und will die Sicherheit des Reichs. Shrewsbury rät zur Gnade, weil die gekrönte Gefangene gefährlicher tot als lebendig ist. Mortimer, Paulets Neffe, ein heimlicher Konvertit, bietet Maria die Befreiung und die eigene Leidenschaft; sie nimmt die Hoffnung und nicht den Mann. Der Kerker ist voller Stimmen, die für sie handeln wollen, und keiner darf sie befreien, ohne sie zu besitzen.
Leicester, Elisabeths Günstling und Marias alte Wette, spielt auf beiden Seiten und arrangiert die Begegnung, die es nicht gegeben hat. Im Park von Fotheringhay kniet Maria, dann richtet sie sich auf: Der Demütigung folgt der Ausbruch, sie nennt die Rivalin Bastard und Mörderin, und der Augenblick, der retten sollte, macht den Tod gewiss. Elisabeth hat die andere Frau gesehen und die eigene Legitimität angegriffen gehört; Gnade wäre nun Schwäche. Mortimer wagt den Anschlag, scheitert und tötet sich. Leicester lässt die Gefangene fallen. Elisabeth unterzeichnet das Urteil und schiebt die Verantwortung auf Davison, den Sekretär, dem sie das Papier mit zweideutigen Worten gibt: Die Königin will den Tod und nicht die Tat.
Maria bereitet sich auf das Schafott vor, als ginge es um eine andere Schuld als die juristische. Der Hausmeister Melvil, heimlich Priester, spendet ihr das Abendmahl; sie beichtet, löst sich von Hass und Welt und geht gefasst in den Tod, während Hanna Kennedy, die Amme, bleibt. Elisabeth, die den Befehl nicht wahrhaben will, findet den Hof geleert: Shrewsbury legt das Siegel nieder, Leicester ist nach Frankreich, Burleigh hat geliefert, was sie verlangte. Die Überlebende hat die Macht und keine Zeugin mehr, vor der sie Königin wäre. Schiller lässt Maria innerlich frei werden, ohne sie unschuldig zu sprechen; er lässt Elisabeth siegen, ohne ihr den Sieg zu gönnen.
Einordnung
Das Trauerspiel gilt als das gebauteste Stück der Weimarer Klassik: fünf Akte um eine erfundene Begegnung, strenge Zeit, zwei Frauen, die denselben Thron meinen und verschiedene Gewissen haben. Nach Don Karlos ist der Hof wieder der Ort, an dem das Private politisch tödlich wird; nach Wallenstein fällt die Entscheidung nicht im Feld, sondern in der Unterschrift. Neben Hamlet steht Elisabeth als Herrscherin, die prüfen will und töten muss; die Deutschen haben das Duell der Königinnen oft als Charakterstück gespielt und darüber die Staatsräson verkürzt. Wilhelm Tell wird denselben Autor danach fragen, ob die Tat gegen die Tyrannei zu rechtfertigen sei – hier ist die Tat ein Befehl, den niemand gehört haben will.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
