Reise um den Mond

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Jules Verne · 1870 · Roman
Das Werk
Deutscher Titel: Reise um den Mond
Autor(en): Jules Verne
Originaltitel: Autour de la Lune
Originalsprache: französisch
Erstveröffentlichung: 1870
Schlagwörter: Mond, Kanonenclub, Bahn, Rückkehr
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Fischer Taschenbuch


Umfang dieser Ausgabe: 276 Seiten
ISBN: 9783596133727
Verweise
Umschlag

Reise um den Mond ist der 1870 erschienene Roman von Jules Verne, im Original Autour de la Lune, die unmittelbare Fortsetzung von Von der Erde zum Mond. Der Schuss aus der Riesenkanone in Florida ist gelungen; dieses Buch erzählt, was die drei Männer in der Kapsel sehen, erleiden und nicht betreten. Verne hat die Landung verweigert und die Umschlingung gesetzt: Sie werden Trabanten, nicht Eroberer. In den Voyages extraordinaires steht der Band neben 20.000 Meilen unter dem Meer als Techniktraum, der an einer Rechnung scheitert. Die deutsche Taschenbuchausgabe bei Fischer folgt Martin Schoske.

Inhalt

An Bord des Geschosses sitzen Impey Barbicane, Präsident des Baltimore Gun Club, sein einstiger Gegner Captain Nicholl, der die Panzerplatten gegen Barbicanes Geschütze setzte, und der Franzose Michel Ardan, Lebenskünstler, der die Fahrt zur Menschheitsgeste macht. Zwei Hunde und Liebigs Fleischextrakt reisen mit. Nach dem Abschuss trifft ein Bolide die Bahn, die Kapsel verfehlt die vorgesehene Landung und wird vom Mond eingefangen. Sie kreisen. Durch Bullaugen und Fernrohr inspizieren die drei die Oberfläche: Krater, Ebenen, die sie mit Namen der Astronomen belegen, Licht und mörderische Kälte im Schatten. Verne liefert Selenographie im Plauderton Ardans und im Streit der beiden Amerikaner, die noch im All die alten Wetten fortsetzen.

Die Gefahr ist hausgemacht und himmlisch. Ein schlecht geregeltes Sauerstoffgerät bedroht die Luft; die Kälte im Mondschatten greift den Körper an; ein Meteor explodiert knapp vor dem Zusammenstoß. Eine Landung, das Ziel des ersten Bandes, erweist sich als unmöglich, weil die Bahn nicht stimmt und die Mittel fehlen, sie zu korrigieren. Barbicane rechnet, Nicholl zweifelt, Ardan trinkt und deklamiert. Sie werfen einen Toten – den Hund Satellite – hinaus und sehen den Körper die Kapsel begleiten, eine Lektion über Schwerelosigkeit, die Verne seinen Lesern 1870 noch erklären muss. Der Mond bleibt nahe und unerreichbar; die Umschlingung ist kein Sieg.

Die Rückkehr gelingt als neuer Schuss der Natur: Die Anziehung, ein weiterer Bolide, die Rechnung, die doch aufgeht – die Kapsel stürzt in den Pazifik und wird geborgen. Die drei leben. Der Gun Club feiert; die Wissenschaft hat den Mond umrundet, nicht betreten. Verne schließt den Zweiklang der Mondbücher, ohne einen dritten Band der Landung nachzuschieben. Was die Männer mitgebracht haben, sind Messungen, Streit und der Anblick einer Welt, die kein Fußabdruck stört. Der Roman bleibt bei der Kapsel; die Erde empfängt sie wie ein Wrack, das Wissen trägt.

Einordnung

Verne hat die Fortsetzung nicht zum Triumph gemacht. Wo der erste Band die Kanone, den Club, die Wette und den Patriotismus der Artilleristen entfaltet, ist der zweite das Buch der Bahn: Mathematik, Kälte, das Scheitern der Landung. Das unterscheidet ihn von späteren Mondromanen, die den Boden brauchen. Neben der Reise um die Erde in 80 Tagen, die den Fahrplan zum Abenteuer macht, ist dies das strengere Gegenstück: kein Halt, nur Umlauf. Die Illustrationen der französischen Originalausgaben haben die Kapsel und die Gesichter festgesetzt; die Filme haben oft beide Bände zusammengeschoben und die Landung nachgetragen, die Verne verweigert.

Als Wissenschaftsroman des neunzehnten Jahrhunderts trägt er die Grenzen seiner Zeit: keine Raketenstufe, eine Kanone, ein Sauerstoffgerät als dramatische Schraube. Genau darin bleibt er lesbar, weil das Thema nicht die korrekte Physik von heute ist, sondern der Hochmut, eine Welt zu umkreisen und sie nicht zu betreten. Wer Verne nur als Prophet der Raumfahrt liest, unterschlägt den Schluss, der eine Bergung ist, keine Flagge. Die Mondbücher gehören zusammen; dieses ist das dunklere, kältere, die Reise ohne Ankunft.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.