20.000 Meilen unter dem Meer
| Daten zum Buch | |
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| Deutscher Titel: | 20.000 Meilen unter dem Meer |
| Autor(en): | Jules Verne |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | dtv |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1870 |
| Seitenanzahl: | 768 Seiten |
| Originaltitel: | Vingt mille lieues sous les mers |
| Originalsprache: | französisch |
| ISBN-10: | 3423137959 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783423137959 |
| Schlagwörter: | Unterseeboot, Nemo, Ozean, Gefangenschaft |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
20.000 Meilen unter dem Meer ist der Roman von Jules Verne, 1869 und 1870 in zwei Teilen erschienen, der das Unterseeboot in die Literatur brachte, bevor es die Flotten beherrschte. Der Naturforscher Pierre Aronnax jagt ein vermeintliches Seeungeheuer und findet die Nautilus, ein Schiff ohne Flagge, befehligt von einem Mann, der sich Nemo nennt – niemand. Verne hat Technik, Meereskunde und eine Rachegeschichte ineinandergelegt. Die zwanzigtausend Meilen sind die Strecke unter Wasser, keine Tiefe; der deutsche Titel hat das Maß festgesetzt. Neben der Reise um die Erde in 80 Tagen ist dies Vernes dunkleres Meisterwerk: keine Wette, sondern eine Gefangenschaft im Fortschritt.
Inhalt
Aronnax, Professor in Paris, sticht mit dem Harpunier Ned Land und dem Diener Conseil auf der amerikanischen Fregatte Abraham Lincoln in See, um das Ungeheuer zu stellen, das Schiffe rammt. Sie werden über Bord geschlagen und retten sich auf das Ungeheuer, das sich als Boot aus Stahl erweist. Kapitän Nemo nimmt sie auf, rettet ihnen das Leben und erklärt sie zu Gefangenen: Die Nautilus darf niemand verlassen, der ihre Geheimnisse gesehen hat. Nemo, höflich, gelehrt, unerbittlich, zeigt Aronnax den Ozean als Sammlung: Wälder aus Tang, Perlengründe, Atlantis, den Südpol, den Weg unter dem Eis. Conseil katalogisiert; Ned Land will entkommen und frisches Fleisch jagen. Die drei leben in einem Wunder und in einem Gefängnis.
Nemo hasst die Menschheit der Oberflächenmächte, ohne den Grund sogleich zu nennen. Er versenkt Kriegsschiffe, birgt Schätze aus Wracks, unterstützt an einer Stelle einen Aufstand, den Aronnax als den der Unterdrückten lesen kann. Die Besatzung spricht eine unbekannte Sprache, gehorcht schweigend, begräbt ihre Toten im Korallengrund. Verne füllt Kapitel mit Fischen, Strömungen, der Technik der Tanks und Schrauben; das ist kein Aufenthalt, das ist der Anspruch des Buches, die Tiefe wissbar zu machen. Ned Lands Fluchtversuche scheitern, solange die Nautilus in offenen Meeren bleibt. Ein Kampf mit Kraken kostet Männer. Aronnax schwankt zwischen Bewunderung und Abscheu: Nemo ist Wohltäter und Töter, Museumsdirektor und Richter.
Im indischen Ozean und später im Atlantik wird die Jagd auf ein bestimmtes Schiff zur persönlichen Rache; Nemos Vergangenheit als Fürst, dem die Kolonialmacht die Familie genommen hat, deutet sich an und wird in diesem Band nicht ganz ausbuchstabiert – Verne hat sie in Die geheimnisvolle Insel nachgereicht. Die Nautilus gerät in den Malstrom vor Norwegen. Aronnax, Ned und Conseil stoßen sich in der letzten Nacht los, erreichen das Land, Nemo bleibt im Boot. Ob er stirbt oder weitertaucht, lässt der Roman offen. Aronnax schreibt den Bericht, zählt die Meilen, und der Kapitän, der niemand heißen wollte, bleibt die Figur, die man nicht an Land ziehen kann. Die Freiheit der drei Geretteten ist die Oberfläche; die Tiefe behält ihren Herrn.
Einordnung
Verne hat den technischen Roman der Voyages extraordinaires an einen Anarchisten der Meere gebunden, der die Fortschrittsgläubigkeit des Jahrhunderts zugleich verkörpert und verneint. Die Nautilus ist das Wunder der Ingenieurskunst und die Absage an jede Flagge. Nemo steht in der Nachbarschaft von Hugos und Byrons Groll, aber er fährt elektrisch. Gegen Foggs heitere Buchhaltung in der Reise um die Erde in 80 Tagen ist dieser Band ein Gefängnis mit Panoramafenster. Die Meereskapitel haben Generationen belehrt und gelangweilt; wer sie überschlägt, verliert den Sinn: Aronnax darf die Welt sehen, weil er nicht heimdarf.
Die Filme, von Disney 1954 an, haben das Boot, den Kraken und Nemos Orgel festgesetzt und aus dem Kapitän oft einen edlen Sonderling gemacht. Der Text ist härter: Er versenkt Schiffe mit Mannschaft. Die Weigerung, an Land Recht zu sprechen, trägt diese Bilder, nicht die Schaulust der Tiefe allein. Wer nach Verne über das Unterseeboot als Traum und Waffe spricht, spricht hinter diesem Roman; wer ihn für ein bloßes Meeresabenteuer hält, hat die Gefangenschaft der drei Gäste nicht ernst genommen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
