Autor:Pierre Corneille

1606 1684
(Weitergeleitet von Pierre Corneille)
Dramatiker · Literatur · Politik · 17. Jahrhundert
LiteraturPolitik


Pierre Corneille, in Rouen geboren, hat der französischen Bühne das Stück gegeben, an dem die Klassik ihre Regeln erst stritt und dann festschrieb. Der Cid stellt Ehre gegen Liebe und lässt beide nicht siegen, ohne dass die andere blutet.

Leben

Juristenfamilie, Anwalt, frühe Komödien, dann 1637 der Cid, der Erfolg und der Streit: Richelieus Akademie tadelte das Stück und konnte es nicht aus der Stadt bringen. Der Umweg ist dieser Streit: Corneille lernte, was die Einheit der Zeit verlangt, und schrieb danach Horatius und Cinna als Muster, ohne den Cid zurückzunehmen. Spät verdunkelte ihn Racine; er starb in Paris.

Wirkung

Corneille hat den Helden der Pflicht auf die französische Bühne gestellt. Rodrigue tötet den Vater der Geliebten, weil die Ehre es fordert; Chimène fordert seine Strafe, weil dieselbe Ehre es fordert; der König löst, was die Regel nicht lösen kann. Der Streit um den Cid hat die Lehre der drei Einheiten härter gemacht, als das Stück selbst war. Ohne diesen Streit kein Racine, der die Enge erbt und sie von innen füllt.

Gelesen wird er als der Ältere, den Racine überboten habe. Wer nur die Staatsräson sucht, unterschlägt, dass Chimène nicht nachgibt. Wer nur das Regelbuch sucht, unterschlägt den Beifall von 1637, der der Akademie voraus war. Neben dem Cid bleiben die Römerstücke das Lehrbuch der Größe; das lebendige Stück ist das frühe.

Werke

In Auswahl außerdem: Horatius, Cinna, Polyeukt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.