Autor:Jean Racine

1639 1699
Dramatiker · Literatur · Psychologie · 17. Jahrhundert
LiteraturPsychologie


Jean Racine, in La Ferté-Milon geboren, hat der französischen Tragödie die Stimme gegeben, in der die Leidenschaft bei Hofe sich selbst verhört. Phädra ist das letzte weltliche Trauerspiel: eine Königin begehrt den Stiefsohn und redet, bis das Haus tot ist.

Leben

Waise, Erziehung in Port-Royal, frühe Brüche mit den Jansenisten, dann der Hof Ludwigs XIV., die Gunst, die Rivalität mit Corneille. Der Umweg ist Port-Royal: Wer die Gnade als unverdient gedacht hat, schreibt die Begierde als Verhängnis, ohne sie zu entschuldigen. Nach Phèdre schwieg er für die Bühne, wurde Historiograph des Königs, kehrte mit zwei biblischen Stücken für Saint-Cyr zurück. Er starb in Paris.

Wirkung

Racine hat das alexandrinische Trauerspiel auf wenige Personen und einen Tag zusammengedrängt. Die Katastrophe kommt nicht von außen; sie war im Verlangen schon da. Gegen Corneilles Helden der Pflicht setzt er Figuren, die wissen, was sie tun, und es dennoch tun. Phädra ist der Höhepunkt und der Abschied: Danach hat die französische Klassik kein größeres weltliches Stück mehr hervorgebracht.

Die Deutschen haben ihn lange als kalt und höfisch abgetan, bis die Strenge selbst als Gewalt lesbar wurde. Wer nur die Etikette sucht, unterschlägt das Gift und den Meeresunhold. Wer nur die Psychologie sucht, unterschlägt, dass die Götter bei Racine noch Namen haben. Neben Medea und Hamlet steht Phädra als die Frau, deren Begehren das Stück ist.

Werke

In Auswahl außerdem: Andromache, Berenike, Athalie.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.