Molière, in Paris als Jean-Baptiste Poquelin geboren, hat der französischen Bühne die Komödie gegeben, in der das Lachen eine Anklage ist. Tartuffe zeigt den Frommen, der die Hausgewalt stiehlt; der Hof hat das Stück verboten, bevor er es schützte.
Leben
Der Vater kaufte das Amt eines königlichen Raumausstatters; der Sohn trat es nicht an. Mit Madeleine Béjart gründete er das Illustre Théâtre, scheiterte in Paris und zog dreizehn Jahre durch die Provinz, bis Ludwig XIV. die Truppe an den Hof nahm. Der Umweg ist diese Wanderung: Molière schrieb für Spieler, die er selbst anführte, und starb nach der vierten Aufführung des Eingebildeten Kranken, in der Rolle des Mannes, der die Krankheit spielt. Das kirchliche Begräbnis musste die Witwe dem Erzbischof abringen.
Wirkung
Molière hat die Typenkomödie zur Sezierung des Hauses gemacht. Der Heuchler, der Geizige, der Menschenfeind, der eingebildete Kranke: Das sind keine Masken zum Auslachen, sondern Lagen, in denen Vernunft, Geld und Frömmigkeit einander fressen. Der Geizige zeigt, wie der Kasten die Kinder ersetzt; Tartuffe zeigt, wie die Andacht die Ehe ersetzt. Der König rettet am Schluss, weil die Bühne den Hausvater nicht mehr retten kann.
Kanonisiert als Hofdichter und Schulautor, oft weicher gespielt, als die Sätze tragen. Wer ihn nur als Spaßmacher des Palais Royal nimmt, unterschlägt das Verbot und die Wut der Frommen. Wer ihn nur als Moralisten nimmt, unterschlägt, dass die Pointe zuerst trifft und die Lehre nachkommt. Die Comédie-Française hat ihn zum Hausheiligen gemacht; das Stück bleibt schärfer als der Heiligenschein.
Werke
- Tartuffe (1664)
- Der Geizige (1668)
In Auswahl außerdem: Der Menschenfeind, Der eingebildete Kranke, Die gelehrten Frauen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
Weitere Autoren in Literatur entdecken Weitere Autoren in Gesellschaft entdecken