Tartuffe
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Tartuffe |
| Autor(en): | Molière |
| Originaltitel: | Tartuffe ou L'Imposteur |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1664 |
| Schlagwörter: | Heuchelei, Frömmigkeit, Haus, Komödie |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 80 Seiten |
| ISBN: | 9783150000748 |
| Verweise | |
Tartuffe (französisch Tartuffe ou L'Imposteur) ist die Komödie von Molière, 1664 vor Ludwig XIV. gespielt, sogleich verboten und erst 1669 in der erhaltenen Fassung geduldet. Ein Frommer nistet sich im Haus ein und bringt den Hausvater um Verstand, Erbschaft und Ehe.
Inhalt
Orgon hat den Büßer Tartuffe ins Haus genommen und hält ihn für einen Heiligen. Die Mutter Madame Pernelle, der Bruder Cléante, die kluge Magd Dorine und vor allem Orgons Frau Elmire sehen den Schmarotzer; Orgon sieht nur die Knie, die sich zum Gebet beugen. Er will die Tochter Mariane dem Heiligen geben, obwohl sie Valère liebt, und macht Tartuffe zum Erben. Das Haus spaltet sich entlang des Glaubens: Wer zweifelt, gilt als verdorben; wer gehorcht, darf bleiben. Molière zeigt die Komödie nicht als Verwechslung, sondern als Herrschaft. Der Fromme braucht nur den Eifer des Hausvaters, um die Schlüssel zu bekommen.
Elmire stellt eine Falle. Sie lässt Orgon unter den Tisch kriechen und lockt Tartuffe so weit, dass die Andacht in die Werbung um die Frau des Wohltäters umschlägt. Orgon hört endlich und wirft den Heiligen hinaus. Zu spät: Er hat das Haus überschrieben und Tartuffe eine Kassette anvertraut, in der belastende Papiere liegen. Der Betrüger kehrt als Kläger wieder, mit dem Gesetz und mit der Frömmigkeit als Waffe. Die Familie, die den Schein durchschaut hat, steht vor der Räumung. Die Komödie treibt die Ohnmacht so weit, bis sie ohne den Hof nicht mehr zu heilen ist.
Ein königlicher Beamter erscheint, und die Wendung fällt von oben. Nicht Orgon wird abgeführt, sondern Tartuffe: Der König kennt den Betrüger von früher und nimmt das Haus zurück. Die Kinder dürfen heiraten, der Hausfrieden kehrt als Gnade wieder, nicht als Einsicht. Der Schluss rettet die Ordnung, ohne die Heuchelei zu widerlegen. Tartuffe ist entlarvt; die Bereitschaft, einen Tartuffe zu glauben, bleibt im Haus.
Einordnung
Das Verbot hat das Stück berühmt gemacht: Die Frommen erkannten sich, der König zögerte, Molière schrieb nach. Tartuffe steht neben Schillers Räubern als Stück, in dem das Haus zur politischen Probe wird – hier nicht durch den Aufstand der Söhne, sondern durch die Andacht, die den Vater entmündigt. Wer nach Molière Heuchelei auf der Bühne zeigt, zeigt sie hinter dieser Figur oder gegen sie. Die gelbe Reclam-Ausgabe trägt die Versübertragung, die den Alexandriner ins Deutsche holt, ohne ihn als Antiquität auszustellen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
