Ian Fleming (1908–1964), in London geboren, hat dem Kalten Krieg den Agenten mit der Nummer 007 gegeben, der am Spieltisch und in der Folterkammer verletzlicher ist als auf der Leinwand. Casino Royale eröffnet die Reihe am Baccarattisch; Moonraker bleibt in England und zielt mit einer Rakete auf London.
Leben
Bankiersfamilie, Sandhurst, kurze Zeit die Stadt, dann der Marine-Nachrichtendienst im Krieg. Der Umweg war dieser Dienst: Fleming erfand James Bond in Jamaica, im Haus Goldeneye, als Figur eines Mannes, der prüfen, wetten und töten kann und trotzdem von Frauen und Vorgesetzten abhängig bleibt. 1953 der erste Roman, danach fast jährlich einer, bis das Herz nicht mehr mitspielte. Er starb in Canterbury.
Wirkung
Fleming hat aus dem Nachrichtendienst keinen Weltuntergang gemacht, sondern einen Tisch, eine Folter, eine Frau, die lügt. Bond spielt Le Chiffre in die Enge und wird selbst in die Enge gespielt; Vesper Lynd trägt den Verrat, der den Schluss bitterer macht als jeder spätere Film. Moonraker holt den Gegner als vermeintlichen Nationalhelden nach England, einen abgetauchten Nationalsozialisten, und der deutsche Erstdruck hieß verzögert Mondblitz, weil dieser Stoff unbequem war. Der Bond der Bücher raucht, schwitzt, zweifelt; technische Spielereien zählen weniger als Karten und Schmerz.
Die Filme haben den Namen zur Ware gemacht und den Roman zur Vorlage, die man stehen lassen oder wegwerfen kann. Der Moonraker von 1979 übernahm den Titel und fast nichts von der Handlung. Wer nur den Agenten im Abendanzug will, hat die Folter in Casino Royale nicht gelesen. Wer Fleming nur als Lieferanten der Leinwand führt, unterschlägt den Kalten Krieg als Herrenrunde: zynisch, verletzlich, oft hässlich gegen Frauen, genauer in der Angst als im Sieg.
Werke
- Casino Royale (1953)
- Moonraker (1955)
In Auswahl außerdem: Goldfinger, Liebesgrüße aus Moskau, Dr. No.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.