Moonraker
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Moonraker |
| Autor(en): | Ian Fleming |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Heyne |
| Serie: | James Bond |
| Erscheinungsjahr: | 1955 |
| Seitenanzahl: | 240 Seiten |
| Originaltitel: | Moonraker |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3453870379 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783453870376 |
| Schlagwörter: | Rakete, London, Bridge, Rache |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Moonraker ist der dritte James-Bond-Roman von Ian Fleming, am 5. April 1955 in England erschienen. Bond deckt in fünf Tagen des Jahres 1952 den Plan eines vermeintlichen Nationalhelden auf, London mit einer Atomrakete zu treffen. Der deutsche Erstdruck hieß verzögert Mondblitz, weil der Gegner ein abgetauchter Nationalsozialist ist; spätere Ausgaben kehrten zum Originaltitel zurück. Der Kinofilm von 1979 mit Roger Moore übernahm den Namen und fast nichts von der Handlung. Flemings Buch bleibt ein Londoner Agentenroman mit Bridge, Kreideküste und einer Sekretärin, die nicht Bond gehört.
Inhalt
Sir Hugo Drax schenkt Großbritannien die Abschreckungsrakete Moonraker und gilt als Wohltäter. Im Club Blades verdächtigt man ihn des Falschspiels. M bittet James Bond, nachzusehen. Bond erkennt den Spiegel beim Geben, überlistet Drax beim Bridge und demütigt ihn bei Geld, das Drax leicht nimmt. Unterdessen wird der Sicherheitsoffizier Tallon nahe der Raketenanlage in Kent ermordet. M schickt Bond als Ersatz, offiziell gegen Sabotage durch SMERSH, tatsächlich weil ihm Drax nicht geheuer ist. Auf dem Gelände trifft Bond die Privatsekretärin Gala Brand, die für Scotland Yard arbeitet, den Wissenschaftler Dr. Walter und den Adjutanten Willy Krebs. Die Belegschaft ist durchweg deutsch. Krebs durchsucht Zimmer; am Strand kommen Bond und Gala unter herabstürzender Kreide fast um.
Gala entziffert Drax’ Notizbuch: Die Zielkoordinaten liegen nicht in der Nordsee, sondern über London. Drax und Krebs entführen und foltern sie; Bond gerät bei der Verfolgung in denselben Fang. Drax gibt sich als Graf Hugo von der Drache zu erkennen, Wehrmachtssoldat, der den Tod vorgetäuscht hat, in England reich geworden ist und Rache will: Ein sowjetisches U-Boot liefert den atomaren Sprengkopf, die Rakete soll die Hauptstadt treffen, Drax über die Nordsee entkommen. Bond und Gala befreien sich, ändern nach dem Abzug der Wachen die Koordinaten auf die alten Werte und lassen Drax die Rakete öffentlich starten. Sie schlägt dort ein, wo das U-Boot auftaucht. Drax und seine Leute sterben.
Bond erhält Sonderurlaub und will ihn mit Gala in Frankreich verbringen. Sie sagt ihm, sie heirate am nächsten Tag einen anderen. Fleming gibt Bond den Fall und nicht die Frau. Der Roman spielt ganz in England, ohne Spielbank im Ausland und ohne tropische Insel: Herrenklub, Kent, die Stadt als Ziel. Die fünf Tage sind eng getaktet, die Demütigung am Bridgetisch der Auftakt einer Rache, die größer ist als gekränkte Eitelkeit. Drax hasst das Land, das ihn gefeiert hat, und hat ihm die Waffe in die Hand gedrückt.
Einordnung
Unter Flemings Bond-Büchern gilt Moonraker vielen als eines der dichtesten: wenig Reise, viel England, ein Gegner, der die Nachkriegsangst vor dem unentdeckten Täter aus dem vorigen Krieg verkörpert. Die späte deutsche Übersetzung unter anderem Titel zeigt, wie heikel der Altnazi als Spender einer britischen Wunderwaffe war. Der Film von 1979, nach dem Erfolg von Krieg der Sterne in den Weltraum verlegt, hat Drax behalten und die Kreideküste gestrichen; Elemente des U-Boot-Finales wanderten schon zuvor in Der Spion, der mich liebte. Stirb an einem anderen Tag sollte zeitweise buchgetreu werden und entfernte sich so weit, dass aus Gala Brand Miranda Frost wurde.
Christopher Wood schrieb 1979 einen Roman zum Film, der nicht Flemings Text ist. Die ungekürzte Neuübersetzung von Cross Cult (2012) folgt den originalen Kapiteln; die greifbare Heyne-Ausgabe bleibt die ältere Taschenbuchlinie. Wer Bond nur aus dem Kino kennt, kennt Moonraker als Bahn zum Mond. Wer Fleming liest, kennt eine Brücke in Blades und eine Rakete, die London gelten sollte. Der Roman ist Agentengeschichte und Nachkriegsrechnung: Der Held des Wiederaufbaus trägt die alte Uniform unter dem neuen Namen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
