Der Preis der Freiheit
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Preis der Freiheit |
| Autor(en): | Tsitsi Dangarembga |
| Originaltitel: | Nervous Conditions |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1988 |
| Schlagwörter: | Rhodesien, Schule, Mädchen, Shona |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Rowohlt
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| Umfang dieser Ausgabe: | 256 Seiten |
| ISBN: | 9783499134562 |
| Verweise | |
Der Preis der Freiheit ist der 1988 erschienene erste Roman von Tsitsi Dangarembga, im Original Nervous Conditions, nach einem Wort Sartres über Fanon. Tambudzai Sigauke, Mädchen auf einer verarmten Shona-Farm im kolonialen Rhodesien, erhält den Schulplatz des Bruders, nachdem der an Mumps gestorben ist, und merkt, dass Bildung eine andere Unfreiheit sein kann. Die deutsche Übersetzung von Ilija Trojanow erschien 1991 bei Rowohlt; 2019 legte Orlanda denselben Text als Aufbrechen neu vor. Bookpedia behält den ersten deutschen Titel. Dangarembga war die erste schwarze Simbabwerin mit einem veröffentlichten Roman; das Buch wurde zum Anfang einer Trilogie.
Inhalt
Tambu will lernen. Auf der Farm zählt die Arbeit, das Schulgeld des Bruders Nhamo, die Mutter, die der Tochter den Ehrgeiz als Gefahr ausredet. Nhamo stirbt; Onkel Babamukuru, in England ausgebildet, Leiter der Missionsschule, nimmt Tambu auf. Das Missionshaus ist Seife, Englisch, Gebet, Fleisch auf dem Tisch – und die stille Gewalt einer christlichen Elite, die das Dorf gerettet haben will. Maiguru, die Tante, hat selbst studiert und dient. Nyasha, die Cousine, aus England zurück, raucht, liest, spuckt das Essen wieder aus, streitet mit dem Vater, bis der Körper zur Front wird.
Tambu glänzt in der Schule, schämt sich der Farm, liebt sie, verrät sie in Gedanken. Lucia, die junge Tante, durchkreuzt die Sitten und erzwingt Respekt. Die Hochzeit der Eltern, die Babamukuru in Ordnung bringen will, wird zur Probe: Tambu weigert sich, Brautjungfer zu spielen, und zahlt dafür. Dangarembga erzählt nicht als Lehrsatz über doppelte Unterdrückung, obwohl das Buch sie zeigt: die weiße Herrschaft und die väterliche, die sich in Babamukuru kreuzen, weil er beides verinnerlicht hat. Nyasha bricht zusammen. Tambu gewinnt einen Platz an einer meist weißen Klosterschule und merkt, dass jeder Aufstieg eine Stimme kostet.
Der Roman endet, bevor die Unabhängigkeit das Land umbenennt. Tambu blickt zurück und sagt, das Lernen habe sie das Denken gelehrt, und das Denken die nervösen Lagen, in denen sie seither lebt. Die Fortsetzungen Verleugnen und Überleben führen sie weiter; dieser erste Band bleibt die Gründung. Wer nur das Erfolgsmädchen sucht, hat Nyasha nicht gesehen. Wer nur das Opfer sucht, hat Lucia nicht gehört. Der Preis der Freiheit ist nicht das Schulgeld. Es ist die Entfremdung, ohne die das Schulgeld nichts kauft.
Einordnung
Dangarembga hat den Mädchenroman des südlichen Afrika begründet, ohne ihn zur Trostgeschichte zu machen. Neben Mariama Bâ und Bessie Head steht Tambu als die, die in die Schule will und merkt, was die Schule mit dem Dorf macht. Der Originaltitel ist genauer als der deutsche: nervous conditions, nervöse Lagen, nicht ein Preis, den man zahlt und hinter sich lässt. Wer nach 1988 über Mädchen, Mission und Rhodesien spricht, spricht hinter diesem Band. Der Friedenspreis von 2021 hat die Autorin geehrt; das erste Buch hatte die Arbeit schon getan.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
