Autor:Karl Barth

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Karl Barth (1886–1968), in Basel geboren, hat Gott dem frommen Erlebnis und dem Kulturprotestantismus entrissen und als den ganz Anderen gesetzt. Der Römerbrief von 1919, 1922 neu geschrieben, begründete die dialektische Theologie; die Kirchliche Dogmatik, 1932 begonnen und unvollendet, ist das umfangreichste theologische Werk des Jahrhunderts. Barth hat den Satz, Kirchenvater zu sein, abgelehnt; der Protestantismus hat ihn trotzdem so gelesen.

Leben

Pfarrers- und Professorenfamilie, Theologie bei Adolf von Harnack und Wilhelm Herrmann, der rote Pfarrer von Safenwil aufseiten der Textilarbeiter. Der Umweg ist 1914: Die Lehrer begrüßten den Krieg, Barth zerbrach das Vertrauen in ihre Religion des Erlebnisses und las den griechischen Paulus, als hätte er ihn nie gelesen. Ohne Promotion nach Göttingen, Bonn, 1935 die Entlassung, weil er den Beamteneid auf Hitler verweigerte. Die Barmer Theologische Erklärung von 1934 atmet seinen Geist. Charlotte von Kirschbaum war Mitarbeiterin und Lebensgefährtin im Haus neben der Ehe; ohne sie keine Dogmatik dieses Umfangs. Er starb in Basel.

Wirkung

Barth hat Offenbarung als Krise gesetzt: Gott im Himmel, der Mensch auf der Erde; Religion als Versuch, sich vor einem selbstentworfenen Bild zu rechtfertigen, heißt Unglaube und trifft zuerst die christliche Religion. Die Gnadenwahl in Jesus Christus bricht Johannes Calvins doppelte Vorherbestimmung; man darf die Rettung aller hoffen, nicht als Lehre rechnen. Gegen die Deutschen Christen das eine Wort Gottes, gegen Friedrich Schleiermachers frommes Bewusstsein die Störung von oben. Rudolf Bultmann lobte die Sache und vermisste die Übersetzung; Emil Brunner folgte und stritt später über die natürliche Theologie, die Barth die Erfindung des Antichristen nannte.

Nach 1945 warb er für Versöhnung mit den Deutschen, gegen Wiederbewaffnung und atomare Rüstung, gegen den prinzipiellen Antikommunismus des Kalten Kriegs. Die Kritik galt dem Umfang, der christologischen Engführung, der Härte gegen Mystik, der Rolle Kirschbaums im Schatten des Verfassernamens. Wer die Dogmatik als System der Sätze liest, verfehlt, dass jeder Teilband bei Christus neu ansetzt. Wer Barth nur als Kirchenkämpfer liest, unterschlägt die Versöhnungslehre der fünfziger Jahre. Innerhalb der evangelischen Theologie ist nach ihm oft nur noch mit ihm oder gegen ihn gearbeitet worden, selten an ihm vorbei.

Werke

In Auswahl außerdem: Fides quaerens intellectum, Die protestantische Theologie im 19. Jahrhundert.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.