The Intimate Enemy
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | The Intimate Enemy |
| Autor(en): | Ashis Nandy |
| Originaltitel: | The Intimate Enemy. Loss and Recovery of Self under Colonialism |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1983 |
| Schlagwörter: | Kolonialismus, Selbst, Männlichkeit, Gandhi |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Psychologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Oxford University Press
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 121 Seiten |
| ISBN: | 9780195622379 |
| Verweise | |
The Intimate Enemy. Loss and Recovery of Self under Colonialism erschien 1983 in Delhi bei Oxford University Press. Ashis Nandy liest den Kolonialismus als Intimität: Herr und Knecht erzeugen einander, die Männlichkeit des Westens wird zum Maß des Erwachsenseins, Gandhi gewinnt, indem er dieses Maß verweigert – Kindlichkeit, Androgynie, die Weigerung, den Feind in dessen Spiel zu schlagen. Das schmale Buch hat der indischen Theorie die Psychologie der Kolonie gegeben, neben Edward Saids Orientalismus, der das Archiv des Blicks beschreibt, nicht dasselbe Innere.
Inhalt
Nandy schreibt gegen die Hoffnung, Entkolonialisierung sei der Abzug der Truppen. Das Selbst bleibt kolonisiert, wo es den Westen als einziges Erwachsensein nimmt. Kipling und die indischen Modernisten erscheinen als Paar: der eine braucht den Kindlichen, um Mann zu sein; der andere ahmt den Mann nach, um den Kindlichen hinter sich zu lassen. Gandhi sprengt das Paar, indem er nicht gewinnt, wie Männer gewinnen. Gegen Jawaharlal Nehrus Entdeckung Indiens, die Moderne als Werkzeug der Elite nimmt, setzt Nandy die Behauptung, dass dieses Werkzeug das Selbst zerlegt. Gegen Gayatri Chakravorty Spivaks späteres Can the Subaltern Speak setzt er Gandhi als Therapie, nicht als Textwissenschaft. Said bleibt der Nachbar des Archivs; Nandy schreibt die Intimität von innen, indisch, psychoanalytisch ohne den Frost der Schule.
Die Schärfe trifft die indische Elite, die den Kolonialherrn nachahmt, um ihn zu ersetzen: dieselbe Männlichkeit, dieselbe Verachtung des Dorfes, derselben Kindlichkeit, die Gandhi öffentlich machte. B. R. Ambedkar würde diese Gandhi-Rettung für das Dorf nicht unterschreiben; Die Vernichtung der Kaste liest denselben Heiligen als Hüter der Hierarchie. Nandy weiß um Gewalt und romantisierte Kindlichkeit trotzdem – das ist die Grenze, keine Fußnote. Partha Chatterjees The Nation and Its Fragments wird zehn Jahre später die Nation als Institution lesen, die Fragmente erzeugt; Nandy liest das Selbst als Schlachtfeld, bevor die Nation die Fragmente verwaltet. Das Buch ist schmal, in Essays gefügt, und hat Seminare gefüllt, weil es eine Formel gab: der intime Feind ist der, den man liebt, indem man wird wie er.
Die Wirkung ist die eines Bandes, der Postkolonialität psychologisch machte, bevor sie nur Literaturwissenschaft war. Die Truppen sind weg; der Feind nicht. Kritik nannte die Androgynie zu glatt, die Kipling-Lektüre zu typisierend, Gandhi zu heil. Geblieben ist die Auskunft, dass Swaraj das Selbst meint, nicht nur den Staat, und dass Männlichkeit Politik ist, auch wo niemand Soldat spielt.
Einordnung
Nandy hat der indischen Theorie die koloniale Intimität hinterlassen. Neben Gandhi, Said und Chatterjee steht dieser Band als die Behauptung, dass Herrschaft im Begehren weiterarbeitet, wenn die Flagge gewechselt hat. Die Kulturpsychologie und jede Debatte über Männlichkeit der Nation haben das Wort Intimate Enemy übernommen, oft ohne die Gandhi-Wette. Ambedkar bleibt der Gegner im Innern; ohne ihn wäre die Therapie zu billig. Wer Kolonialismus nur als Archiv des Westens kennt, hat 1983 nicht gelesen, wo der Feind intim wird.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
