Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge. Von Alkoholrausch bis Zähneknirschen

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge. Von Alkoholrausch bis Zähneknirschen
Autor(en): Jürgen Brater
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Eichborn
Serie:
Erscheinungsjahr: 2002
Seitenanzahl: 400 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3821839163
ISBN-13/

EAN-Code:

9783821839163
Schlagwörter: Körper, Physiologie, Alltag, Rätsel
Sachgebiete: Sachbuch, Naturwissenschaft
Rezensionen
Umschlag

Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge. Von Alkoholrausch bis Zähneknirschen ist das 2002 bei Eichborn erschienene Sachbuch von Jürgen Brater. Der Arzt und Zahnarzt, bis 1996 in eigener Praxis, seither Autor und Seminarleiter in Aalen, beantwortet die Fragen, die Kinder stellen und Erwachsene verdrängen: wozu Ohrenschmalz, warum Schlaf, warum »Aah« beim Arzt, wie träumen Blinde, warum gähnt ansteckend, warum knurrt der Magen. Der Band versammelt hunderte Einträge von Aah-Sagen bis Zwillinge und ist bei Piper als Taschenbuch in die Breite gegangen. Er ist weniger Irrtumslexikon als Physiologiewörterbuch für den Hausgebrauch.

Inhalt

Brater schreibt gegen das Körperwissen, das den Vorgang kennt und die Ursache nicht. Gähnen steckt an, ohne dass daraus eine Moral folgt; der Kater wird schlimmer, wenn zum Trinken das Rauchen kommt; der Bierbauch kommt weniger vom Bier als vom Appetit, den der Alkohol auf Deftiges lenkt; Schäfchenzählen hilft nicht, weil das Zählen wachhält. Die Artikel sind als W-Fragen gebaut, in einer Sprache, die der Mediziner dem Laien nicht schuldet und hier trotzdem findet. Mehrfachlemmata zu Schlaf, Alter, Sprechen, Liebe und Sex zeigen, wo der Band am dichtesten ist: beim Alltäglichen, das die Klinik für banal hält. Eltern sollen Antworten haben, ohne eine Abhandlung zu lesen; das ist der Auftrag und die Form.

Die Sammlung steht neben den Irrtumslexika derselben Jahre, nimmt aber den Körper nicht als Fehler, sondern als Rätsel. Gegenposition ist jedes Lehrbuch der Physiologie, das denselben Stoff ohne Fragezeichen abhandelt, und jede Esoterik, die das Unerklärte zur Lehre macht. Brater bleibt Arzt: er glaubt an Regelkreise, nicht an Wunder. Die Kritik hat gelobt, dass die Artikel recherchiert seien – Versprechen und Freud, Entscheidungen und Hirnforschung – und getadelt, dass manche Frage besser sei als die Antwort. Das trifft den Anspruch, amüsant recht zu haben. Lexikon der Sexirrtümer. 500 intime Richtigstellungen von Aufklärung bis Zungenkuss hat dasselbe Verfahren auf das Intime ausgedehnt; Bier auf Wein, das lass sein! Kleines Lexikon der unsinnigen Regeln und Ermahnungen auf die Sprichwörter der Vorsicht.

Unsicher wird der Band, wo die Kürze eine offene Forschungsfrage schließt. Warum der Mensch schlafen muss, ist kein Eintrag, der 2002 endgültig sein konnte. Wer nur die peinlichen Vorgänge sucht, findet sie und verfehlt die Stellen zur Schmerzphysiologie und zum Altern. Wer ein Lexikon der Krankheiten sucht, findet den gesunden Körper, der merkwürdig funktioniert. Die Hörbuchfassung hat aus den Einträgen Szenen gemacht; das gebundene Buch hält die Fülle, die im Hören schrumpft.

Einordnung

Brater hat der Eichborn-Reihe den Körper als Fragebuch gegeben, nicht als Anklage an die Medizin. Der Band steht neben Lexikon der Medizinirrtümer. Halbwahrheiten, Vorurteile, fragwürdige Behandlungen, das denselben Stoff als Irrtum der Lehre nimmt, und neben einer populären Physiologie, die staunt, ohne zu prüfen. Er ist das Hausbuch für den, der den eigenen Leib nicht für selbstverständlich halten will. Wer nach Brater eine Kinderfrage hört, hat ein Alphabet, das er aufschlagen kann; das ist weniger als Wissenschaft und mehr als Abwinken.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.