Empire
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Empire |
| Autor(en): | Michael Hardt, Antonio Negri |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Campus |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2000 |
| Seitenanzahl: | 480 Seiten |
| Originaltitel: | Empire |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 359336994X |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783593369945 |
| Schlagwörter: | Weltordnung, Menge, Souveränität, Kapital |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Rezensionen | |
Empire. Die neue Weltordnung ist das 2000 erschienene Buch von Michael Hardt und Antonio Negri. Der Imperialismus der Nationalstaaten ist zu Ende; an seine Stelle tritt ein Reich ohne Außen.
Inhalt
Empire ist nicht die Vereinigten Staaten unter anderem Namen. Es ist die Ordnung, in der Recht, Krieg und Kapital ohne Zentrum greifen: Weltbank, Militärbündnisse, Konzerne, das Recht der Menschenrechte, das den Einsatz begründet. Es gibt keinen Außenstandpunkt mehr, von dem aus man moralisch richten könnte. Souveränität löst sich vom Territorium und wird zur Steuerung des Lebens selbst – Produktion von Subjekten, Affekten, Wissen.
Gegen dieses Reich stellen Hardt und Negri die Menge: nicht das Volk, nicht die Klasse im alten Sinn, sondern die Vielheit derer, die im immateriellen Arbeiten – Sprache, Pflege, Code – schon zusammenhängen und noch keine Form gefunden haben. Das Manifest der Kommunistischen Partei wird angerufen, nicht als Katechismus, sondern als Ton: Diagnose und Hoffnung in einem.
Der Ton ist der der Theorie, die zur Streitschrift wird: Deleuze, Foucault, Spinoza, der Operaismus. Vieles bleibt Behauptung. Gerade die Übertreibung hat das Buch nach Seattle und Genua lesbar gemacht, als die Straße eine Sprache suchte, die nicht mehr nur den Staat meinte.
Einordnung
Slavoj Žižek nannte es ein kommunistisches Manifest des 21. Jahrhunderts; die akademische Politik hat es als Zeitgeist abgelegt, sobald der Krieg gegen den Terror den Nationalstaat wieder hart machte. Neben Karl Marx' Kapital und gegen Samuel P. Huntingtons Kampf der Kulturen steht es als Versuch, die Weltordnung nicht aus Kulturen, sondern aus der Produktion zu lesen. Die Kritik nennt das Buch zu spekulativ, die Menge zu leer, das Reich zu total. Wer es nur als Lehre vom Weltmarkt liest, unterschlägt die Politik: dass Herrschaft ohne Außen die Frage verschärft, wer noch nein sagen kann.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
