Kampf der Kulturen

Aus Bookpedia Bücher einfach erklärt
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Daten zum Buch
Deutscher Titel: Kampf der Kulturen
Autor(en): Samuel P. Huntington
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Siedler
Serie:
Erscheinungsjahr: 1996
Seitenanzahl: 581 Seiten
Originaltitel: The Clash of Civilizations
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3442755069
ISBN-13/

EAN-Code:

9783442755066
Schlagwörter: Zivilisation, Konflikt, Westen, Grenze
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Rezensionen
Umschlag

Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert (englisch The Clash of Civilizations) ist das 1996 erschienene Buch von Samuel P. Huntington. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts, so die These, verlaufen die Brüche der Weltpolitik zwischen Kulturen, nicht zwischen Ideologien.

Inhalt

Huntington teilt die Welt in große Zivilisationen: westlich, chinesisch, japanisch, hinduistisch, islamisch, lateinamerikanisch, afrikanisch, oft noch orthodox. Staaten bleiben die Akteure, aber sie handeln im Namen dieser Zugehörigkeit. Die gefährlichen Linien liegen an den Rändern, wo Kulturen aneinanderstoßen; besonders blutig, so die Behauptung, am Rand des Islam.

Der Westen soll sich nicht als Universalmaßnahme verstehen. Er soll sich als Kultur unter Kulturen behaupten, seine Werte nicht exportieren und seine Einheit hüten. Modernisierung ist nicht Verwestlichung. Wer das verwechselt, erzeugt den Widerstand, den er für Rückständigkeit hält.

Das Buch erweitert einen Aufsatz von 1993, der ein Fragezeichen trug; das Buch streicht es. Der Ton ist der des Beraters: Karten, Aufzählungen, klare Feindbilder. Die Stärke ist die Formel. Die Schwäche ist dieselbe.

Einordnung

Gegen Francis Fukuyamas Das Ende der Geschichte geschrieben, hat Huntington die bequemere Prognose der neunziger Jahre zerschlagen – und eine gröbere an ihre Stelle gesetzt. Die Einteilung ist zu grob, zu westlich in der Blickrichtung, von der Geschichte seither an vielen Stellen widerlegt: Konflikte laufen durch Kulturen hindurch, Staaten handeln aus Interesse, der Islam ist keine Einheit, der Westen keine. Nach 2001 wurde der Titel zur Lizenz. Wer Huntington nur als Propheten des Kulturkampfs liest, unterschlägt die Warnung an den Westen, sich nicht als Weltmaß zu verstehen; wer nur diese Warnung rettet, unterschlägt, wie sehr das Buch selbst Kulturen zu Blöcken macht, die aufeinanderprallen müssen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.