Der Archipel GULAG
| Daten zum Buch | |
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| Deutscher Titel: | Der Archipel GULAG |
| Autor(en): | Alexander Solschenizyn |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Rowohlt |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1973 |
| Seitenanzahl: | 1680 Seiten |
| Originaltitel: | Архипелаг ГУЛАГ |
| Originalsprache: | russisch |
| ISBN-10: | 3498003809 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783498003807 |
| Schlagwörter: | Lager, Sowjetunion, Zeugnis, Terror |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Rezensionen | |
Der Archipel GULAG (russisch Архипелаг ГУЛАГ) ist das 1973 bis 1975 im Westen erschienene dokumentarische Werk von Alexander Solschenizyn über das sowjetische Lagersystem. Es hat der Welt den Namen gegeben, unter dem dieses System seither gedacht wird.
Inhalt
Solschenizyn, selbst von 1945 an Häftling, sammelt seit 1958 Berichte, Akten, eigene Erinnerung. Der Archipel ist die Kette der Lager über das ganze Land: Inseln, verbunden durch Transporte, unsichtbar für die, die nicht dorthin müssen. Der erste Band gilt der Verhaftung: wer hereinfällt (fast jeder kann), die Untersuchung, die Folter, das Urteil ohne Gericht. Der zweite der Arbeit, dem Hunger, den Frauen, den Kindern, den Aufsehern. Der dritte der Revolte, der Verbannung, der scheinbaren Befreiung nach Stalins Tod.
Das Buch ist keine Statistik und kein Roman. Es ist eine Anklage in der Form des Zeugnisses: Hunderte Stimmen, durch den Autor gebündelt, mit Zorn, Ironie und der Genauigkeit dessen, der die Nummern selbst getragen hat. Solschenizyn zeigt, dass der Archipel nicht Stalins Exzess war, sondern Lenins Konstruktion, die Stalin industriell machte. Die Moral der Überlebenden ist keine Heiligenschein-Moral; Verrat, Diebstahl, Härte gegen Schwächere gehören zum Alltag.
1973 erscheint der erste Band in Paris, nachdem die Staatssicherheit das Manuskript gefunden hat. Solschenizyn wird 1974 ausgewiesen. In der Sowjetunion kursiert das Buch als Untergrundabschrift. 1990 erscheint es dort legal.
Einordnung
Kein einzelnes Buch hat das Bild der Sowjetunion im Westen so verschoben. Neben Primo Levis Ist das ein Mensch und Wassili Grossmans Leben und Schicksal steht der Archipel als das Werk, das das Lager nicht als Szene, sondern als Landkarte gibt. Der Nobelpreis von 1970 galt schon dem Erzähler; dieses Buch machte ihn zum Zeugen des Jahrhunderts. Wer über den Kommunismus nach 1973 sprach, sprach nach Solschenizyn, ob er wollte oder nicht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.