Leben und Schicksal

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Leben und Schicksal
Autor(en): Wassili Grossman
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Ullstein
Serie:
Erscheinungsjahr: 1980
Seitenanzahl: 1088 Seiten
Originaltitel: Жизнь и судьба
Originalsprache: russisch
ISBN-10: 3548285309
ISBN-13/

EAN-Code:

9783548285306
Schlagwörter: Stalingrad, Totalitarismus, Shoah, Freiheit
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Leben und Schicksal (russisch Жизнь и судьба) ist der 1960 fertiggestellte, 1980 in Lausanne erschienene Roman von Wassili Grossman. Der KGB beschlagnahmte das Manuskript; der Chefideologe Suslow sagte, es könne erst in zwei- oder dreihundert Jahren gedruckt werden.

Inhalt

Stalingrad, 1942. Um die Familie Schaposhnikow und den Physiker Wiktor Schtrum legt Grossman ein Epos, das an Krieg und Frieden gemessen sein will: die Schlacht, die Laboratorien, die Lager, die Küchen. Schtrum, Jude, rechnet an der Kernphysik und gerät in die Kampagne gegen den Kosmopolitismus; ein Anruf Stalins rettet ihn und kauft ihn. Seine Mutter schreibt aus dem Ghetto einen Brief, den der Roman ganz abdruckt – dann ist sie in der Grube.

Grossman stellt deutsches und sowjetisches Lager nebeneinander, nicht um sie gleichzusetzen, sondern um die Form zu zeigen: die Nummer, die Baracke, die Macht, die den Menschen in ein Reaktionsbündel verwandeln will. Ein SS-Mann und ein alter Bolschewik führen im Lager ein Gespräch über Freiheit, das beide Systeme trifft. In Stalingrad kämpfen Soldaten, die den Krieg gewinnen und die Freiheit nicht bekommen.

Der Roman hat Dutzende Figuren und keinen Helden, der die Geschichte trägt. Wer überlebt, überlebt zufällig. Wer spricht, spricht gegen das, was nach dem Sieg wieder geschlossen wird. 1988 erschien das Buch in der Sowjetunion; Grossman war da seit vierundzwanzig Jahren tot.

Einordnung

Grossman war Frontberichterstatter und einer der ersten, die Treblinka beschrieben. Leben und Schicksal ist sein Vermächtnis: der sowjetische Kriegsroman, der den Sieg nicht feiert. Neben Alexander Solschenizyns Der Archipel GULAG und Hannah Arendts Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft steht er als Erzählwerk, das den Totalitarismus von innen kennt. Antony Beevor hat den Stalingrad-Teil als Quelle gelesen; die Leser haben ihn als Epos gelesen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.