Autor:Marcel Mauss

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Marcel Mauss (1872–1950), in Épinal geboren, hat die Gabe als Pflicht gelesen, nicht als Güte. Die Gabe zeigt, dass Geben, Nehmen und Erwidern zusammengehören – und dass der Markt die Bindung vergessen hat, aus der er stammt.

Leben

Neffe und Schüler Émile Durkheims, Rabbinersohn aus den Vogesen, Paris, die Année sociologique, der Krieg, der die Freunde tötete. Der Umweg war die Bibliothek, nicht das Dorf: Mauss hat die Berichte der anderen gelesen und daraus eine Ordnung gezogen, die der Onkel an der Religion geübt hatte. Lehre an der École pratique, später am Collège de France, sozialistisch, kooperativ, ohne Parteiruhm. Er starb in Paris, nach Jahren, in denen die Arbeit versiegte. Der Essay von 1925 trägt den Namen.

Wirkung

Die totale soziale Tatsache, der Potlatsch, die drei Pflichten: Mauss hat der Anthropologie den Tausch zurückgegeben, den die Wirtschaftswissenschaft als Äquivalent glattgemacht hatte. Claude Lévi-Strauss hat daraus Struktur gelesen, David Graeber in Schulden die Moral des Zahlens. Die Gabe wurde zum Gegenwort des Vertrags.

Kanonisiert in Seminaren, die das Archaische romantisieren, und in der Sozialpolitik, die Solidarität als Erwiderung denkt. Wer Mauss nur als Dichter des Schenkens liest, unterschlägt die Härte: Wer nicht erwidert, bleibt Schuldner. Die Quellen waren zweiter Hand; die Einsicht hat das Feld überlebt.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Seele, Handbuch der Ethnographie, die Schriften zur Magie und zur Nation.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.