Verlag:DuMont

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DuMont, als Buchverlag 1956 in Köln aus dem Zeitungs- und Kunsthaus DuMont Schauberg hervorgegangen, hat Kunst, Reise und später die literarische Gegenwart unter ein rheinisches Schild gestellt. Charlotte Roches Feuchtgebiete, Michel Houellebecqs Unterwerfung, Kim de l’Horizons Blutbuch – das Haus sucht den Text, der eine Debatte anzettelt, ohne nur Skandal zu sein. Köln neben Kiepenheuer & Witsch: zwei Adressen, verschiedener Ton.

Geschichte

Die Familie DuMont druckte Zeitungen, seit dem siebzehnten Jahrhundert; der Buchverlag kam als Kunst- und Bildbandhaus dazu und öffnete sich der Literatur. Der Umweg ist das Bild: wer Kunstbände macht, denkt in Ausstattung, und diese Ausstattung hat den literarischen Umschlag mitgezogen. Eigentümerwechsel, Verselbständigung, Rückkehr in kölnische Verhältnisse – DuMont blieb sichtbar, als andere Kölner Namen in Gruppen aufgingen. Das literarische Programm der letzten Jahre hat das Haus schärfer gemacht, als der Kunstband allein es war.

Werke und Autoren

Roches Feuchtgebiete hat den Körper als öffentlichen Text gesetzt; Houellebecqs Unterwerfung, Karte und Gebiet und Serotonin haben die französische Kälte nach Köln geholt; Kim de l’Horizons Blutbuch den Deutschen Buchpreis. Ewald ArenzAlte Sorten zeigt die andere Seite: leiser, ländlicher, ebenso genau. Kunstgeschichte – Hofkünstler, Kunst als Beschreibung – erinnert an die Herkunft. DuMont mischt Skandal, Stil und das Buch, das man anfasst, weil es schön gemacht ist. Es ist näher am Streit als Hanser, näher am Bild als KiWi.

Ausrichtung

DuMont will Gegenwartsliteratur mit Ausstattung und eine Kunstlinie, die nicht nur Beilage ist. Weniger Theorie als Suhrkamp, weniger Taschenbuchmaschine als Rowohlt, kölnisch bereit zum Lärm. Der Vorwurf, das Haus lebe von Debatten, trifft einzelne Titel; das Programm ist breiter. Wer nur Feuchtgebiete kennt, kennt den Lärm. Wer Arenz und Houellebecq dazu nimmt, kennt die Spannweite.

Würdigung

Im deutschen Sprachraum hat DuMont Köln eine zweite literarische Adresse neben KiWi gegeben – jünger im Buch, älter im Namen. Kunstband und Streitroman unter einem Schild: das ist nicht selbstverständlich. Wer die Debatten der letzten zwanzig Jahre sucht, stößt auf dieses Haus. Wer nur die Debatten zählt, unterschlägt, dass dasselbe Schild stillere Bücher hält.

Wichtigste verlegte Werke

Auswahl nach dem Jahr der Erstausgabe, soweit die Bookpedia den Titel führt:

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.