Verlag:Klett-Cotta: Unterschied zwischen den Versionen

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* [[Glück und Wohlwollen]] (1989)
 
* [[Gödel, Escher, Bach]] (1979)
 
* [[Gödel, Escher, Bach]] (1979)
 
* [[Otherland]] (1996)
 
* [[Otherland]] (1996)

Aktuelle Version vom 23. August 2026, 15:06 Uhr

Klett-Cotta, 1977 in Stuttgart aus Ernst Klett und der J. G. Cotta’schen Buchhandlung entstanden, trägt einen der ältesten deutschen Verlagsnamen in die Gegenwart. Cotta hatte Schiller und Goethe gedruckt; Klett war das Schulbuch. Zusammen wurden sie der Ort für Tolkien, Ernst Jünger und eine historische Literatur, die das Abenteuer der Moderne nicht scheut.

Geschichte

Johann Friedrich Cotta machte Stuttgart im frühen neunzehnten Jahrhundert zur Adresse der Weimarer Klassik; das Haus überlebte als Name, nicht als ungebrochene Linie. Ernst Klett baute den Schulbuchverlag. Der Umweg ist 1977: zwei Traditionen, Schule und Klassik, wurden ein Literatur- und Sachbuchverlag neben dem Schulgeschäft. Klett-Cotta holte den Herrn der Ringe ins Deutsche als bleibenden Bestand, Jünger in Werkausgaben, die Historiographie, die das Große erzählt. Stuttgart blieb der Ort; die Klett-Gruppe hält das Haus. Es ist weder Frankfurt noch Berlin, und das merkt man dem Programm an: gründlich, oft schwer, selten modisch.

Werke und Autoren

Tolkiens Der Herr der Ringe hat einer Generation das Lesen der Vorwelt gegeben; Jüngers Der Arbeiter. Herrschaft und Gestalt und Auf den Marmorklippen stehen daneben, unbequem und gehalten. Stefan Zweigs Schachnovelle, David Graebers Schulden und Bullshit Jobs, Marc Blochs Die Feudalgesellschaft, Douglas R. Hofstadters Gödel, Escher, Bach – das Programm mischt Klassiker, Phantastik und das dicke Sachbuch. Sloterdijk liegt vor allem bei Suhrkamp; Klett-Cotta hat andere Schwergewichte: Geschichte, das Abenteuer der Form, den Kanon, der nicht nach Seminar riecht, sondern nach langer Dauer.

Ausrichtung

Klett-Cotta will das haltbare Buch der Erzählung und der Geschichte, mit einem Hang zum Großen: Ring, Feldzug, System, Weltentwurf. Das Schulbuch im Hintergrund erklärt die Geduld. Weniger Feuilleton als Suhrkamp, weniger Taschenbuchtempo als Rowohlt, stuttgarterisch genau. Der Vorwurf der Schwere trifft zu; wer leichte Neuerscheinungen sucht, sucht woanders. Wer einen Text will, den man in zehn Jahren noch aufschlägt, findet ihn oft hier.

Würdigung

Im deutschen Sprachraum verbindet Klett-Cotta den Cotta-Namen mit dem Lesen nach 1945, das ohne Tolkien, Jünger und die große historische Erzählung ärmer wäre. Stuttgart hat damit eine Adresse behalten, die Weimar und das zweite zwanzigste Jahrhundert zusammenbindet. Wer nur den Herrn der Ringe kennt, kennt das Haus als Phantastik. Wer nur Jünger kennt, kennt es als Unbehagen. Beides gehört zusammen: Klett-Cotta hält, was lange dauert.

Wichtigste verlegte Werke

Auswahl nach dem Jahr der Erstausgabe, soweit die Bookpedia den Titel führt:

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.