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Aktuelle Version vom 22. August 2026, 18:36 Uhr
Klaus Theweleit (geb. 1942) hat der Germanistik den Faschismus als Körpergeschichte vorgelesen. Männerphantasien nimmt die Bücher der Freikorps ernst und fragt, welche Angst vor dem Fließenden den soldatischen Mann zur Gewalt treibt.
Leben
Er wurde in Schivelbein in Hinterpommern geboren und wuchs nach dem Krieg im Westen auf; er studierte Germanistik und Anglistik. Der Umweg war die Dissertation, die keine Seminararbeit blieb: zwei Bände über Männer, die schreiben, um sich gegen Frauen, Massen und das eigene Innere zu panzern. Später lehrte er an der Kunstakademie Karlsruhe. Er lebt in Freiburg.
Wirkung
Theweleit hat den Faschismus nicht aus der Ideologie allein erklärt, sondern aus der Abwehr: der Körper als Panzer, die Frau als Flut, das Töten als Halt. Die Germanistik der siebziger Jahre las lieber das Exil; er las die Tätertexte. Das hat Geschlechterforschung, Kulturwissenschaft und die öffentliche Rede über Männlichkeit verschoben, weit über das Seminar hinaus.
Man hat ihm Nachlässigkeit gegenüber den Quellen vorgeworfen und einen Ton, der nicht akademisch sein wollte. Beides hat das Buch nicht geschwächt. Wer nach 1977 über den Zusammenhang von Geschlecht und Gewalt spricht, kommt an den Männerphantasien nicht vorbei, auch wo er widerspricht.
Werke
- Männerphantasien (1977/78)
- Buch der Könige, Bd. 1: Orpheus und Eurydike (1988)
In Auswahl außerdem: Das Lachen der Täter.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.