Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933–1944
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933–1944 |
| Autor(en): | Franz Neumann |
| Originaltitel: | Behemoth. The Structure and Practice of National Socialism |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1942 |
| Schlagwörter: | Nationalsozialismus, Unstaat, Kapital, Exil |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | S. Fischer |
| Erscheinungsort: | Behemoth. The Structure and Practice of National Socialism |
| Umfang dieser Ausgabe: | 832 Seiten |
| ISBN: | 9783596273621 |
| Verweise | |
Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933–1944 ist die 1942, erweitert 1944, in New York erschienene Untersuchung von Franz Neumann. Die deutsche Ausgabe kam spät. Das Buch darf nicht mit Hobbes’ Behemoth oder Das Lange Parlament verwechselt werden.
Inhalt
Neumann beschreibt den Nationalsozialismus als Unstaat: Kapital, Partei, Wehrmacht, Bürokratie durchdringen einander, ohne sich zu einer rationalen Einheit zu fügen. Wo Ernst Fraenkel den Doppelstaat aus Normen und Maßnahmen festhält, sieht Neumann nach Kriegsbeginn das Recht verschwinden. Behemoth ist das Ungeheuer der Unordnung, nicht der Leviathan der souveränen Einheit. Die politische Ökonomie trägt die Analyse: das Monopolkapital braucht den Unstaat, der Unstaat braucht das Kapital.
Das Buch entstand im amerikanischen Exil, auch für den Krieg, den die Vereinigten Staaten führten. Neumann schreibt als Jurist und als Marxist, nüchtern in den Institutionen, scharf in der These. Die vier Blöcke – Wirtschaft, Partei, Armee, Ministerialbürokratie – haben keine Spitze, die das Ganze noch als Staat im klassischen Sinn zusammenhält. Hitler ist Bezug und Lücke zugleich.
Die erweiterte Fassung von 1944 hat den Krieg eingearbeitet. Ob die Unstaatsthese die Vernichtung vollständig trägt, bleibt der Streit. Neumann nimmt das Regime ernst als Herrschaft, nicht als bloße Fassade, und ernst als Ökonomie, nicht als bloßen Wahnsinn. Wer nur Schmitt widerlegen will, hat die Kapitel über Kartelle und Arbeit übersprungen.
Einordnung
Die deutsche Politikwissenschaft nach 1945 hat Fraenkel und Neumann gebraucht, um den Nationalsozialismus nicht als bloßen Staat zu missverstehen. In Politik: Deutschland und in der Frankfurter Schule steht der Band als die Analyse aus dem Exil. Neben dem Doppelstaat und der Dialektik der Aufklärung gehört er zu den wenigen Texten, die aus der Innenansicht des Landes und aus dessen Flucht zugleich kommen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
