Zum Leuchtturm
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Zum Leuchtturm |
| Autor(en): | Virginia Woolf |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | S. Fischer |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1927 |
| Seitenanzahl: | 272 Seiten |
| Originaltitel: | To the Lighthouse |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 359690320X |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783596903207 |
| Schlagwörter: | Bewusstseinsstrom, Zeit, Familie, Malerei |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Zum Leuchtturm (englisch To the Lighthouse) ist der 1927 erschienene Roman von Virginia Woolf. Er verdichtet Kindheitserinnerungen an die schottische Küste zu drei Tagen, zwischen denen ein Jahrzehnt liegt.
Inhalt
Im Ferienhaus der Ramsays an der Hebridenküste sitzt Mrs. Ramsay am Fenster, ihr jüngster Sohn James will zum Leuchtturm, der Vater sagt, das Wetter werde es nicht zulassen. Um diesen Widerspruch herum versammelt Woolf den Kreis: Gäste, Kinder, der Malerin Lily Briscoe, die Mrs. Ramsay zu porträtieren versucht und nicht fertig wird. Es gibt kaum äußere Handlung. Was zählt, ist, wer in wem denkt: Bewunderung, Kränkung, die Schönheit der Mutter, die Härte des Vaters, das Abendessen, bei dem für einen Augenblick alle zusammenstimmen.
Der Mittelteil, Die Zeit vergeht, ist kurz und ohne Personen im gewöhnlichen Sinn. Zehn Jahre gehen durch das leere Haus: der Krieg, der Tod Mrs. Ramsays, der Tod einer Tochter im Kindbett, der Tod eines Sohnes an der Front. Staub, Wind, Verfall. Die Klammern der Familiengeschichte stehen in eckigen Klammern, als wären sie Randnoten zum Wetter.
Im dritten Teil kehren die Überlebenden zurück. James fährt mit dem Vater zum Leuchtturm und hasst ihn, bis eine Geste der Anerkennung den Hass löst. Lily beendet auf der Wiese das Bild, das sie vor zehn Jahren begonnen hat: ein Strich in der Mitte, und sie hat ihre Vision gehabt. Der Leuchtturm ist erreicht und war nie das Ziel.
Einordnung
Woolf treibt hier die Technik, die sie in Mrs. Dalloway erprobt hat, auf die Spitze: nicht der Erzähler berichtet, die Bewusstseine spiegeln einander. Gegen James Joyces Ulysses steht ein Werk, das denselben Strom des Bewusstseins ins Familiäre und ins Weibliche wendet. Der Roman hat die englische Moderne so sehr geprägt wie Marcel Proust die französische; wer über Zeit im Roman spricht, kommt an diesem Leuchtturm nicht vorbei.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.