Ulysses
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Ulysses |
| Autor(en): | James Joyce |
| Originaltitel: | Ulysses |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1922 |
| Schlagwörter: | Dublin, innerer Monolog, Odyssee, Moderne |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp, 2004
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 1140 Seiten |
| ISBN: | 9783518415856 |
| Verweise | |
Ulysses von James Joyce erschien 1922 in Paris bei Shakespeare and Company. Einzelne Kapitel hatte die New Yorker Zeitschrift The Little Review ab 1918 vorgedruckt, bis ein Verfahren wegen Unzucht den Abdruck stoppte; Joyce schrieb seit 1914 daran. Die hier genannte Ausgabe ist die kommentierte deutsche Übertragung von Hans Wollschläger (Suhrkamp 2004).
Inhalt
Der Roman erzählt einen einzigen Tag, den 16. Juni 1904, von acht Uhr morgens bis in die Nacht. Leopold Bloom, Anzeigenwerber beim Freeman's Journal, richtet seiner Frau das Frühstück, geht zu einer Beerdigung, in die Redaktion, ins Wirtshaus, an den Strand, in eine Entbindungsklinik und zuletzt ins Bordellviertel. Parallel läuft der Tag des Stephen Dedalus, der vom Unterrichten lebt und Schriftsteller werden will: Er wacht im Wachturm bei Sandycove neben spöttischen Mitbewohnern auf, steht vor einer Schulklasse und trägt in der Bibliothek eine Theorie über Shakespeare vor. Zwischen ihnen liegt die dritte Hauptfigur, Blooms Frau Molly, die am Nachmittag ihren Liebhaber empfängt – Bloom weiß es und richtet seinen ganzen Tag darauf ein, nicht nach Hause zu kommen.
Das eigentliche Ereignis ist die Erzählweise. Jedes der achtzehn Kapitel wechselt die Technik: Bericht, erlebte Rede, Gedankenstrom, dann eine Zeitung mit Schlagzeilen, ein Kapitel als Musikstück mit Motiven statt Sätzen, eines als Wirtshausmonolog eines Nationalisten, eines als Parodienreihe durch die Geschichte der englischen Prosa, eines als Theaterstück im Rausch, eines als nüchterner Frage-und-Antwort-Katalog. Was in der Handlung ein Alltag bleibt, wird so zur Untersuchung darüber, wie Wahrnehmung überhaupt in Sprache kommt, bis hinunter in Halbgedachtes und Verdrängtes.
Darunter liegt Homers Odyssee als Folie: Bloom ist der umherirrende Odysseus, Stephen der Sohn Telemach, Molly die Penelope – nur endet die Heimkehr nicht in Rache, sondern darin, dass Bloom sich im Ehebett zu den Füßen seiner Frau schlafen legt. Das letzte Kapitel gehört ihr allein: ein Monolog fast ohne Satzzeichen, in dem sie Liebhaber, Ehe, Kindheit in Gibraltar und den Tag durchgeht und mit dem Wort schließt, mit dem sie Bloom einst genommen hat – ja.
Einordnung
Ursprünglich sollte Blooms Tag eine Erzählung im Band Dubliner werden; in sieben Jahren wuchs daraus ein Werk, das Epos, Chronik, Drama, Reportage und Essay in sich vereint. Hermann Broch nannte es den Welt-Alltag der Epoche. Wegen angeblicher Unzucht war das Buch in den Vereinigten Staaten bis 1933 und in Großbritannien bis 1936 verboten; deshalb kam der Erstdruck in Paris. Der 16. Juni wird als Bloomsday begangen. Die Techniken, die Joyce hier erprobt, sind aus der Prosa des 20. Jahrhunderts nicht wegzudenken – das ist keine Rangliste, sondern die Nachbarschaft, in der später erzählt wurde.
Ideen
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Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Claude Opus 5, Anthropic). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
Später durchgesehen: Ein zweites KI-Sprachmodell hat den Text durchgesehen (Grok 4.6, xAI). Es durfte Fakten, Zitate, Links und Formulierungen ändern; was sich geändert hat, zeigt die Versionsgeschichte.
