World Prehistory

Grahame Clark · 1961 · Sachbuch, Archäologie


Das Werk
Deutscher Titel: World Prehistory
Autor(en): Grahame Clark
Originaltitel: World Prehistory. An Outline
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1961
Schlagwörter: Vorgeschichte, Welt, Wirtschaft, Jäger
Sachgebiete: Sachbuch, Archäologie
Greifbare Ausgabe
Verlag: Cambridge University Press


Umfang dieser Ausgabe: 554 Seiten
ISBN: 9780521291781
Verweise


World Prehistory ist der 1961 erschienene Abriss Grahame Clarks, später erweitert und unter dem Titel World Prehistory in New Perspective fortgeführt. Clark erzählt die Menschheit nicht als Kette von Völkern und Stilen, sondern als Geschichte der Ernährung, der Geräte und der Räume, in denen Jäger sesshaft wurden. Das Buch hat der britischen Vorgeschichte erlaubt, über Europa hinaus zu denken, ohne gleich Imperium zu meinen.

Inhalt

Clark beginnt bei den Hominiden und den Steinwerkzeugen und führt die Erzählung über Jäger und Sammler, den Übergang zum Feldbau, die alten Hochkulturen bis an die Schwelle der Schrift. Der Maßstab ist wirtschaftlich: Wer was isst, womit er jagt, wie weit er wandert, das erklärt Siedlung und Ungleichheit besser als Keramikstile, die nur Grenzen von Töpfern ziehen. Europa ist ein Kapitel unter anderen; der Nahe Osten, Afrika, Asien, Amerika und Australien stehen nicht als Fußnoten der Antike, sondern als eigene Wege in die Sesshaftigkeit.

Die Methode kommt aus Star Carr und aus der Cambridge-Schule, die Pollen, Knochen und Silex zusammenlas, bevor sie Völkerwanderungen erfand. Clark misstraut der Rasse als Erklärung und misstraut auch der reinen Typologie, die Scherben zu Völkern macht. Was er anbietet, ist eine ökologische Vorgeschichte: Klima, Jagdgründe, der Überschuss, der Spezialisten ernährt. Die späteren Auflagen haben C-14-Daten und neue Kontinente nachgetragen, ohne die Grundfigur aufzugeben: Die Menschheit macht sich, indem sie ihre Umwelt zur Wirtschaft macht.

Gegen V. Gordon Childes Revolutionen setzt Clark die lange Dauer der Anpassung. Die jungsteinzeitliche Umwälzung bleibt ein Einschnitt, aber sie ist bei ihm weniger ein Sprung der Ideen als ein Bündel von Techniken, das sich an verschiedenen Orten verschieden schnell schließt. Wer nur Europa sucht, findet hier die Relativierung; wer nur die Weltkarte sucht, findet die britische Nüchternheit, die das Pathos der Kulturstufen durch Knochenlisten ersetzt. Das Buch ist ein Grundriss, kein Grabungsbericht, und gerade darum ist es zum Lehrbuch geworden.

Einordnung

Clark hat der Vorgeschichte nach 1945 das Weltformat gegeben, das Childe in der Theorie vorbereitet und Kenyon in Jericho an einem Ort bewiesen hatte. Die neue Archäologie der sechziger Jahre nahm ihm die Wirtschaft als System ab und warf ihm vor, zu erzählen, statt zu messen. Die nachprozessuale Wende hat die Erzählung zurückgeholt, oft ohne Clark zu nennen. Wer heute Weltvorgeschichte sagt und nicht nur das Zweistromland meint, spricht in seinem Raster, auch wo die Daten die Kontinente umgewichtet haben. Schliemanns Troja bleibt der Nachbar des 19. Jahrhunderts; hier steht das 20., das die Menschheit als eine Wirtschaft unter vielen Himmeln liest.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.