Autor:Wolfgang Herrndorf

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Wolfgang Herrndorf (1965–2013), in Hamburg geboren, hat dem deutschen Jugendroman die Stimme eines Vierzehnjährigen gegeben, die witzig, verletzt und genau ist. Tschick ist keine Feriengeschichte: ein gestohlener Lada, die Provinz, ein Vater, der den Sohn verachtet.

Leben

Studium der Malerei, Zeichner, dann die Prosa. 2010 erschienen Tschick und die Diagnose eines Hirntumors; Arbeit und Struktur wurde das öffentliche Krankentagebuch. Der Umweg war diese Gleichzeitigkeit: das heiterste Buch und das Wissen, dass die Zeit knapper wird. Er starb 2013 in Berlin durch eigene Hand. Sand blieb das andere große Werk, düsterer, für Erwachsene.

Wirkung

Herrndorf hat den Jugendroman von der Belehrung befreit, ohne die Härte zu leugnen. Maiks Sprache hat dem Buch die Leser verschafft, die Jugendbücher sonst stehen lassen. Die Fahrt ist ostdeutsch und westdeutsch zugleich, ein Sommer nach der Einheit, in dem die Provinz weder Heimat noch Ausflugsziel ist. Vergleiche mit amerikanischen Fahrtenromanen greifen nur halb.

Die Verfilmung von Fatih Akin hat den Lada ins Kino gebracht; die Innensicht bleibt dem Buch. Die Schullektüre droht aus dem Band eine Lektion über Freundschaft und Erwachsenwerden zu machen. Herrndorf hat beides erzählt, aber als Zufall und Risiko. Wer ihn nur als Autor eines heiteren Sommers liest, hat das Schwimmbecken voll Milch nicht gesehen. Der Tod hat das Buch in den Kanon gehoben; die Sätze tragen ohne Legende.

Werke

In Auswahl außerdem: Sand, Arbeit und Struktur, Diesseits des Van-Allen-Gürtels.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.