William Somerset Maugham (1874–1965), in Paris geboren und in England erzogen, hat den Bildungsroman ins zwanzigste Jahrhundert gezogen, ohne ihn zu zerschneiden: Die Stationen bleiben, die Mitte gehört einer Liebe, die keine Erziehung ist. Der Menschen Hörigkeit nimmt den Titel aus Spinozas Abhandlung über die Knechtschaft der Affekte; Philip Carey, Waise mit Klumpfuß, hängt an der Kellnerin Mildred, die ihn verachtet.
Leben
Früher Tod der Eltern, der Onkel im Pfarrhaus, das Stottern, das der Roman in den Klumpfuß verschoben hat. Der Umweg war das Hospital: Maugham wurde Arzt, sezierte, sah die Armut der Patienten und schrieb daraus die Nüchternheit, die das Buch vor der Erbaulichkeit bewahrt. Heidelberg, Paris, die Bühne, der Nachrichtendienst im Krieg, zuletzt die Villa Mauresque. Er hat gesagt, er habe in diesen einen Roman alles gelegt, was er wusste. Er starb in Nizza, als Erzähler, den man nicht mehr nur als Bühnenschreiber las, und als Mann, dessen glattere Bücher das schwere überlebten, ohne es zu ersetzen.
Wirkung
Maugham hat die Hörigkeit als Krankheit erzählt, nicht als Oper. Mildred ist gewöhnlich, dünn, schnippisch, ohne Wärme; genau darin liegt Philips Knechtschaft. Dazwischen Heidelberg, die Ateliers, in denen das Talent sich als Wunsch entpuppt, das Londoner Hospital, die Verarmung, die Familie Athelny am Ende, die ohne Theater nimmt. Neben Charles Dickens’ Waisen und Goethes Lehrjahren steht der Roman als englische Variante, in der das Muster eines Teppichs den hinteren Sinn ersetzt: Man sieht die Figur, nicht das Jenseits.
Zeitgenossen lasen das Buch als zu roh, zu klinisch, zu wenig erbaulich; später hat man es als Schlüssel zum Autor genommen und darüber oft übersehen, dass Philip nicht Maugham ist, sondern dessen Prüfung. Die Verfilmungen haben die Kellnerin zur Hauptrolle gemacht und die Umwege gekürzt. Wer nach ihm über Abhängigkeit spricht, ohne den Klumpfuß und das Hospital, spricht von einem anderen Stoff. Die späteren Erzählungen sind glatter; Der Menschen Hörigkeit bleibt das Buch, in dem er sich nicht schont.
Werke
- Der Menschen Hörigkeit (1915)
In Auswahl außerdem: Der Mond und sechs Pence, Auf Messers Schneide, Kuchen und Bier.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.