Werner Bräunig (1934–1976), in Chemnitz geboren, hat der Wismut den Roman gegeben, den die Partei als Beleidigung der Arbeiterklasse las. Rummelplatz entstand auf dem Bitterfelder Weg und durfte nicht erscheinen; 2007 kam er bei Aufbau heraus.
Leben
Arbeiterherkunft, selbst Wismut, das Literaturinstitut Johannes R. Becher, die Losung, der Kumpel solle zur Feder greifen. Der Umweg ist dieser Auftrag: Wer ihn ernst nimmt und ungeschminkt schreibt, liefert der Partei den Text, den sie nicht gemeint hat. Das 11. Plenum 1965 nannte ihn; das Neue Deutschland organisierte Kumpelbriefe. Er brach die Arbeit ab, trank, starb in Halle, zweiundvierzig Jahre alt.
Wirkung
Bräunig hat den Aufbaurroman als Gesellschaftsroman geschrieben: Uran, Geld, Idealisten, Glücksritter, der 17. Juni am Ende. Christa Wolf und Anna Seghers verteidigten ihn gegen Ulbricht; Honecker brauchte den Fall für den Kahlschlag. Ein ausgesprochenes Verbot ist nicht aktenkundig; der Verlagsvertrag wurde gelöst, das Manuskript lag im Archiv. Das ist die DDR-Form: nicht der Stempel, das Verschieben, bis der Verfasser tot ist.
Die Ausgabe von 2007 wurde als verspäteter Nachkriegsroman gelesen, neben Grass und Böll. Wer nur das Plenum kennt, hat Bermsthal nicht betreten. Wer nur den Nachruhm sucht, unterschlägt, dass der Text unvollendet blieb, weil die Behörde die Vollendung nicht wollte.
Werke
- Rummelplatz (2007)
In Auswahl außerdem: Erzählungen und der zensierte Auszug Ein Kranich am Himmel.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.