Autor:Ulrich Plenzdorf

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Ulrich Plenzdorf (1934–2007) war ein deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor der DDR, der einen Klassiker in die Jugendsprache seiner Zeit übersetzte. Die neuen Leiden des jungen W. machte aus Goethes Werther einen Aussteiger in Ost-Berlin.

Leben

Geboren in Berlin in einer kommunistischen Familie, Studium an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg, dann Dramaturg beim DEFA-Studio. 1972 erschien die Erzählung, kurz darauf das Bühnenstück; der Erfolg war groß und die Lage heikel, denn der Held sprach eine Sprache, die der Staat nicht gern hörte. Plenzdorf blieb in der DDR, arbeitete fürs Kino und starb in Berlin.

Wirkung

Plenzdorf hat die Anknüpfung an Goethe zum Verfahren gemacht: Edgar Wibeau liest den Werther als Fund, zitiert ihn und lebt eine eigene Empörung. Die Jugendsprache, die Jeans, die Musik – das war 1972 im Osten wie im Westen ein Ereignis, weil hier einer aus der Rolle fiel, ohne zum Dissidenten erklärt zu werden. Der Text hält die Schwebe zwischen Anpassung und Aufbegehren.

Die Wirkung reichte über die Blockgrenze; im Westen las man das Buch als Lebenszeichen einer anderen Jugend, im Osten als vorsichtige Grenzüberschreitung. Plenzdorf bleibt an diesen einen Wurf gebunden, der die Klage des Empfindsamen in die späte Moderne trug, spöttisch und ernst zugleich.

Werke

In Auswahl außerdem: die Erzählung kein runter kein fern, das Drehbuch zu Die Legende von Paul und Paula.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Claude Opus 4.8, Anthropic). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.