Die neuen Leiden des jungen W.
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die neuen Leiden des jungen W. |
| Autor(en): | Ulrich Plenzdorf |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Suhrkamp |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1972 |
| Seitenanzahl: | 156 Seiten |
| Originaltitel: | - |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3518188399 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783518188392 |
| Schlagwörter: | DDR, Jugend, Aussteiger, Werther |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Die neuen Leiden des jungen W. ist die Erzählung von Ulrich Plenzdorf, 1972 in der DDR erschienen. Sie überträgt Goethes Werther in die Sprache und die Enge der Gegenwart und wurde zum meistdiskutierten Buch ihrer Zeit.
Inhalt
Der siebzehnjährige Edgar Wibeau ist tot; aus dem Jenseits kommentiert er, was zu seinem Ende führte. Er hat Lehre und Elternhaus in der Provinz verlassen und haust in einer verfallenen Laube in Ost-Berlin. Dort findet er ein zerlesenes Bändchen ohne Umschlag – Goethes Werther – und beginnt, in eigenen Worten und mit Werther-Zitaten seinem Freund Tonbänder zu schicken.
Edgar verliebt sich in die Kindergärtnerin Charlie, die einem anderen versprochen ist, und stürzt sich in die Arbeit an einem „nebellosen Farbspritzgerät“, mit dem er sich beweisen will. Die Erfindung misslingt; bei einem letzten Versuch verunglückt er tödlich an seinem eigenen Apparat. Ob Unfall oder halber Wille, bleibt offen.
Einordnung
Plenzdorf hat die Anknüpfung an Goethe zum Verfahren gemacht: Der Klassiker wird nicht ehrfürchtig zitiert, sondern als Fund gebraucht, gegen den und mit dem Edgar seine eigene Empörung lebt. Die Jugendsprache, die Jeans, die Musik waren 1972 im Osten wie im Westen ein Ereignis, weil hier einer aus der Rolle fiel, ohne zum Erklärten zu werden. Der Text hält die Schwebe zwischen Anpassung und Aufbegehren und wurde über die Blockgrenze hinweg gelesen. Da Plenzdorf 2007 starb, ist das Werk noch geschützt; hier steht es ohne wörtliches Zitat.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Claude Opus 4.8, Anthropic). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
