Tom Jones

Henry Fielding · 1749 · Roman
Literatur
Das Werk
Deutscher Titel: Tom Jones
Autor(en): Henry Fielding
Originaltitel: The History of Tom Jones, a Foundling
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1749
Schlagwörter: Findelkind, Komödie, England, Heuchelei
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Insel


Umfang dieser Ausgabe: 959 Seiten
ISBN: 9783458169901
Verweise


Tom Jones (vollständig The History of Tom Jones, a Foundling) ist der 1749 erschienene Roman von Henry Fielding. Ein Findelkind wächst auf einem Gut in Somerset auf, wird verstoßen, durchquert England und findet in London heraus, wer er ist – und dass Tugend ohne Klugheit so gefährlich ist wie Laster mit Manieren. Fielding nannte das Buch ein komisches Epos in Prosa; es ist die Antwort auf Samuel Richardsons empfindsame Unschuld.

Inhalt

Auf dem Gut des gütigen Squire Allworthy wird ein Säugling im Bett gefunden. Allworthy zieht Tom auf, neben dem Neffen Blifil, einem Musterknaben mit kaltem Herzen. Tom schlägt sich, liebt das Dienstmädchen Molly, dann Sophia Western, die Tochter des jähzornigen Nachbarn, und bleibt trotzdem der Offenere der beiden Jungen. Blifil intrigiert, Allworthy glaubt ihm; Tom wird fortgeschickt, ohne zu wissen, weshalb das Haus ihn plötzlich hasst.

Auf der Landstraße wird aus dem Gutshof England: Gasthäuser, Irrtümer, Räuber, Soldaten, eine Armee im Jakobitenjahr 1745, Damen von zweifelhaftem Ruf und solche von festem. Sophia flieht vor einer erzwungenen Ehe mit Blifil und kreuzt Toms Weg, ohne dass die beiden einander festhalten können. Der Erzähler unterbricht, urteilt, nimmt das Urteil zurück und erklärt, warum ein Kapitel da ist. Fielding zeigt den Helden nicht als Unschuld, sondern als einen, der fällt und aufsteht; die Prüfung ist nicht die Keuschheit, sondern die Fähigkeit, Reue zu haben und andere nicht zu opfern.

In London verdichtet sich das Netz. Lady Bellaston will Tom als Geliebten; Sophia gerät in die Gewalt einer Tante; Blifil steht vor der Heirat, die das Gut schlucken würde. Dann die Aufklärung, ein Umschlag wie vor Gericht: Tom ist nicht der Bastard eines Dieners, sondern Allworthys Schwestersohn; Blifils Intrigen kommen ans Licht; der wahre Bösewicht war der Tugendhafte. Tom und Sophia heiraten, das Gut bleibt in der Familie. Der versöhnliche Schluss ist verdient und komisch, nicht süßlich: Fielding lässt die Prügel, die Betten und die Heuchelei stehen, die den Weg dorthin gepflastert haben.

Einordnung

Fielding hat den englischen Roman aus dem Briefritual geholt und ihm die Landstraße gegeben. Gegen Richardson steht nicht die Unmoral, sondern die Behauptung, ein guter Mensch könne begehren, irren und trotzdem einer bleiben. Die angegebene Ausgabe folgt einer Übersetzung aus dem Englischen. Neben Gargantua und Pantagruel gehört Tom Jones zu den Büchern, in denen die Komödie eine Gesellschaft trägt, nicht nur ein Paar. Wer nach ihm den Erzähler als Wirt des Romans spricht, der ein- und auslädt, spricht hinter diesem Band; wer nur die Verwechslungskomödie nimmt, unterschlägt den Richter Fielding, der Diebe kannte und Allworthy nicht zum Narren macht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.