Gargantua und Pantagruel
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Gargantua und Pantagruel |
| Autor(en): | François Rabelais |
| Originaltitel: | Gargantua et Pantagruel |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1532 |
| Schlagwörter: | Riesen, Humanismus, Groteske, Gelehrsamkeit |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 624 Seiten |
| ISBN: | 9783150108741 |
| Verweise | |
Gargantua und Pantagruel ist der Romanzyklus von François Rabelais, dessen erstes Buch, Pantagruel, 1532 in Lyon erschien, Gargantua 1534 oder 1535; drei weitere Bücher folgten bis 1564, das letzte postum. Rabelais erzählt von zwei Riesen, Vater und Sohn, und von einer Welt, die zu klein ist für ihren Hunger, ihren Witz und ihre Gelehrsamkeit. Die angegebene Ausgabe versammelt die ersten beiden Bücher in der Übersetzung von Wolf Steinsieck.
Inhalt
Pantagruel, Sohn des Riesen Gargantua, kommt in einer Dürre zur Welt und wächst als Gelehrter und Krieger. In Paris begegnet ihm Panurge, der ohne Geld, ohne Scham und ohne Pause redet; die beiden ziehen in den Krieg gegen die Dipsoden. Schon dieses erste Buch mischt Fabel, Derbheit und humanistische Programmschrift: Ein Brief Gargantuas an den Sohn verlangt Griechisch, Latein, Naturkunde und die Heilige Schrift, nicht die Klopfmethoden der Scholastik. Die Sorbonne erkannte sich und verdammte.
Gargantua holt den Vater nach. Die Geburt aus dem Ohr der Mutter, die Kindheit, in der fünftausend Kühe die Milch nicht reichen, die unsinnige Erziehung durch einen Theologen, dann die Wende: Der Humanist Ponokrates lässt den Knaben beobachten, sezieren, musizieren, reiten. Der Krieg gegen König Picrochole, der um einen Streit der Schäfer willen die Welt erobern will, endet nicht mit Ruhm, sondern mit der Abtei Thélème: keine Uhr, keine Mauern gegen die Welt, die Regel lautet, tu, was du willst – weil gebildete Freie das Richtige wollen sollen. Das ist Gegenkloster, nicht Zügellosigkeit.
Die späteren Bücher treiben Panurge in die Frage, ob er heiraten soll. Das Orakel der göttlichen Flasche, die Seereise, die Wortklaubereien der Richter und Schwätzer: Rabelais lässt die Handlung nicht geradeaus laufen, weil die Welt, die er trifft, selbst umwege ist. Essen, Trinken, Kot und Krieg stehen neben Platon und dem Evangelium. Wer nur die Zoten sucht, findet sie in Menge; wer nur den Erzieher sucht, findet Thélème und den Brief. Das Buch will beides in einem Satz, und der Satz platzt absichtlich.
Einordnung
Rabelais hat dem Roman den Leib zurückgegeben und dem Humanismus das Lachen. Gegen die Scholastik steht nicht ein Traktat, sondern ein Riese, der frisst und lernt. Die Nähe zu Erasmus’ Das Lob der Torheit ist die der Zeitgenossen: Spott als Bildung, nicht als Nihilismus. Die angegebene Ausgabe folgt einer Übersetzung aus dem Französischen. Ohne Rabelais wäre die europäische Komödie um den Leib ärmer; mit ihm beginnt eine Linie, die über Sterne bis zur Groteske reicht. Wer nach ihm über Gelehrsamkeit und Völlerei in einem Buch spricht, spricht hinter diesem Zyklus.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
