Henry Fielding, in Sharpham in Somerset geboren, hat dem englischen Roman die Breite gegeben, in der ein Findelkind durch ein ganzes Land laufen kann, ohne zur Moralpredigt zu werden. Tom Jones ist diese Breite: komisches Epos in Prosa, gegen die empfindsame Unschuld, die Samuel Richardson verkaufte.
Leben
Adel ohne Vermögen, erfolglose Komödien, dann die Satire auf Pamela, die aus dem Hohn den Erzähler machte. Der Umweg ist das Amt: Fielding wurde Magistrat in London, jagte Diebe, schrieb über das Armengesetz und kannte die Straße, die sein Roman durchquert. Lungenleidend fuhr er nach Lissabon und starb dort, das Journal der Reise im Nachlass.
Wirkung
Fielding hat die Allwissenheit des Erzählers zur Komödie gemacht. Der Erzähler von Tom Jones unterbricht, urteilt, nimmt zurück und zeigt, dass Tugend ohne Klugheit und Laster mit Manieren dasselbe Haus bewohnen. Gegen Richardson steht nicht die Unmoral, sondern die Behauptung, ein guter Mensch könne fallen, aufstehen und trotzdem einer sein. Die Landstraße, das Gasthaus, der Adel und die Magd: England als Gesellschaft, nicht als Seelenzustand.
Man hat ihn zum derben Gegenstück der Empfindsamkeit gemacht und später zum Vater des realistischen Romans. Beides sitzt teilweise. Wer nur die Prügel und die Verwechslungen nimmt, unterschlägt den Richter. Wer nur den Moralisten rettet, unterschlägt, dass der Witz die Prüfung ist. Ohne Fielding wäre der englische Roman eine Folge tugendhafter Briefe geblieben.
Werke
- Tom Jones (1749)
In Auswahl außerdem: Joseph Andrews, Amelia.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.