Autor:Samuel Richardson
Samuel Richardson (1689–1761) war ein Londoner Drucker, der spät zum Schreiben kam und dem englischen Roman die Briefform als Kunstmittel gab. Pamela erzählt ganz aus den Briefen einer Dienerin und macht die Innensicht zum Ereignis.
Leben
Sohn eines Tischlers, Lehre im Druckgewerbe, eigene Offizin in London, Aufträge des Parlaments. Ein Verlegerauftrag – ein Musterbuch für Briefe – führte ihn 1740 zu Pamela; aus der Anleitung wurde ein Roman. Clarissa folgte, das umfangreichste Werk der Gattung, dann Sir Charles Grandison. Er starb wohlhabend in London, geachtet als Handwerker und als Erzähler.
Wirkung
Richardson hat die Empfindsamkeit erzählbar gemacht. Weil die Briefe im Augenblick geschrieben sind, „schreibend bis zur Minute“, steht der Leser näher am Zögern und an der Angst als bei jeder Nacherzählung. Das war neu und wirkte europaweit: Jean-Jacques Rousseau und der junge Goethe haben davon gelernt, Diderot schrieb ihm eine Lobrede.
Die Zeitgenossen stritten: Henry Fielding verspottete die Tugend, die sich auszahlt, in einer eigenen Erzählung. Der Streit gehört zur Sache, denn Richardsons Romane verhandeln Macht, Geschlecht und Klasse in jedem Brief. Wer nur die Moral sieht, überliest die Genauigkeit, mit der hier eine Bedrängte um Worte ringt. Als Erfinder des modernen Briefromans steht sein Name fest.
Werke
- Pamela (1740)
In Auswahl außerdem: Clarissa, Sir Charles Grandison.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Claude Opus 4.8, Anthropic). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.