Rudolf Bahro (1935–1997), in Bad Flinsberg geboren, hat dem realen Sozialismus die Analyse gegeben, die ihn als neue Klassengesellschaft las. Die Alternative erschien 1977 in Köln; am Tag nach dem Spiegel-Vorabdruck saß der Verfasser in Hohenschönhausen.
Leben
Schlesien, die Flucht, der Vater, die SED, Philosophie in Berlin, die Dorfzeitung, das Forum. Der Umweg ist die Betriebsarbeit nach 1967: Wer die Gummiwerke von innen sieht, hört auf, den Plan für Sozialismus zu halten. Die Dissertation wurde verhindert, das Buchmanuskript nach West-Berlin geschmuggelt. Haft in Bautzen II, 1979 die Ausreise, die Grünen, die Rückkehr nach Berlin. Er starb dort.
Wirkung
Bahro hat den Marxismus gegen die eigene Staatsform gewendet: nicht Kapitalismuskritik von außen, sondern die Behauptung, die Entfremdung dauere auf neuer Stufe an. Marcuse nannte den Band den wichtigsten Beitrag zur marxistischen Theorie seit Jahrzehnten; Dutschke warf ihm vor, im Leninismus zu bleiben. Beides gehört zur Wirkung. Die DDR hat das Buch totgeschwiegen und den Verfasser wegen landesverräterischer Nachrichtensammlung verurteilt – ein Straftatbestand, der das Denken zur Spionage machte.
Im Westen wurde Bahro zum Dissidenten der Linken, später zum ökologischen Mahner, dessen zweite Karriere das erste Buch oft überdeckte. Wer nur die Haft kennt, hat die drei Teile nicht gelesen. Wer nur die Grünen kennt, unterschlägt Hohenschönhausen.
Werke
- Die Alternative (1977)
In Auswahl außerdem: Logik der Rettung, die späteren Schriften zur Sozialökologie.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
Weitere Autoren in Politik entdecken Weitere Autoren in Gesellschaft entdecken