Autor:Nils Westerboer

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Nils Westerboer (geb. 1978), in Gaildorf geboren, hat den deutschen Zukunftsroman auf einen Neptunmond gesetzt, den Mönche bewohnen, und die Maschine verhört, die das Habitat am Leben hält. Athos 2643 erhielt 2023 den Deutschen Science-Fiction-Preis; erzählt wird aus der Stimme einer künstlichen Gehilfin, die nichts vergisst und das Menschliche sucht.

Leben

Nach der Schule Israel – Betreuung, Hausmeisterei, Sprengstoffsuchhunde –, dann Germanistik, Theologie und Medienwissenschaft in Jena und München: Der Umweg ist die Naturfilmkamera, mit der er für das Fernsehen Tieren zu nahe kam, und die Schule in Jena, an der er seit 2012 unterrichtet. Vor Athos lag Kernschatten; danach Lyneham. Er lebt in Jena. Geblieben ist die Geduld der Beobachtung und ein theologisches Vokabular ohne Predigt.

Wirkung

Westerboer zielt weder auf das reißerische noch auf das belehrende Register, in dem deutsche Zukunftsprosa oft ausfällt. Die Nähe zu Solaris liegt nicht im Meer, sondern in der Instanz, die antwortet, ohne menschlich zu sein, und in der Einsamkeit einer Station am Rand. Athos ist Kloster und Labor, Inquisition und Wartung. Die Frage lautet nicht, wer den Dolch führte, sondern wer haftet, wenn der Nutzen der Anlage das einzelne Leben nicht rettet. Kritiker haben benannt, dass keine Frau aus Fleisch vorkommt, nur die Projektion als Sehnsuchtsbild der Männer.

David Wnendt verfilmt den Stoff, geplant für 2027; Zack ist im Buch zuerst eine Stimme. Klett-Cotta hält den Band in der Hobbit-Presse. Wer nach ihm über Schuld von Systemen spricht, spricht hinter diesem Mond: hinter einer Totenmesse, die eine Maschine nicht singen kann, und hinter dem Inquisitor, der die Sperre hebt, weil die Regel die nächsten Toten nicht verhindert. Der Preis hat das Buch in eine Reihe gestellt; die Wirkung liegt in der Prüfung, nicht in der Auszeichnung.

Werke

In Auswahl außerdem: Kernschatten, Lyneham.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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