Metro 2033
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Metro 2033 |
| Autor(en): | Dmitri Gluchowski |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Heyne |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2007 |
| Seitenanzahl: | 816 Seiten |
| Originaltitel: | Метро 2033 |
| Originalsprache: | russisch |
| ISBN-10: | 3453529685 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783453529687 |
| Schlagwörter: | Moskau, Untergrundbahn, Atomkrieg, Stationen |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Metro 2033 ist ein Zukunftsroman von Dmitri Gluchowski, zuerst stückweise im Netz veröffentlicht, als Buch 2005 auf Russisch erschienen, deutsch 2008 bei Heyne. Nach einem Atomkrieg leben die Überlebenden Moskaus in der Untergrundbahn; die Oberfläche ist verstrahlt, der Winter dauert. Gluchowski hat aus der sowjetischen Metro, die als Bunker gedacht war, eine Gesellschaft unter der Erde gemacht, in der Stationen zu Staaten werden. Der junge Artjom soll eine Nachricht durch die Tunnels tragen und entscheidet am Ende über Wesen, die er für Ungeheuer hält. Das Buch wurde zum Ausgang eines ganzen Universums aus Fortsetzungen, fremden Autoren und Videospielen.
Inhalt
Artjom wächst auf der Station WDNCh auf, am nördlichen Rand der bewohnbaren Metro. Mutanten, von den Bewohnern Schwarze genannt, drängen von der Oberfläche und aus verlassenen Tunnels heran; Artjom hat Visionen, in denen sie ihm erscheinen, und trägt die Schuld, als Kind mit Freunden ein hermetisches Tor geöffnet zu haben. Der Soldat Hunter kommt, hört die Geschichte und bricht auf, das Tor zu schließen. Er kehrt nicht zurück und trägt Artjom auf, die Nachricht an die Polis zu bringen, den Stationenverbund im Zentrum, der als letzte Ordnung gilt. Artjom verlässt die Heimat und wandert durch eine Unterwelt, in der jede Station eine andere Macht hat: Händler der Ringlinie, Banditen, Kommunisten auf der Roten Linie, Faschisten im sogenannten Vierten Reich unter dem Puschkinplatz.
Der Weg ist Umweg. Tunnel sind verseucht, Brücken fehlen, Menschenhandel und Aberglaube ersetzen den Fahrplan. Artjom trifft Gelehrte und Fanatiker, wird gefangen, befreit, benutzt. In der Polis findet er keinen Rat, der die WDNCh retten will; ein Mitglied weist ihn in die große Bibliothek an der Oberfläche, wo ein Buch den Weg zu einer noch intakten Raketenbasis weisen soll. Der Gefährte Danila stirbt dort durch einen Bibliothekar, ein mutiertes Wesen, das blutige Papiere bei sich trägt. Die Papiere führen in den Geheimbereich D-6, eine Linie, die einst der Regierung vorbehalten war. Artjom und seine Mitstreiter erkämpfen den Zugang; die Koordinaten der Schwarzen liegen im Botanischen Garten, erreichbar nur über die verstrahlte Stadt.
Artjom steigt allein auf den Ostankino-Turm, sendet die Zielwerte und sieht, wie die Sprengköpfe den Garten treffen. Die WDNCh ist gerettet. In einer letzten Vision begreift er, dass die Schwarzen nie geschossen haben: Sie wollten sprechen, ihn als Vermittler, weil er ihre Bilder empfangen konnte. Die Wachen haben sie für Tiere gehalten und das Feuer eröffnet. Was er vernichtet hat, war die Möglichkeit, wieder oben zu leben. Artjom nimmt die Gasmaske ab und weint. Der Roman schließt nicht mit dem Sieg, sondern mit der Einsicht, dass die intolerante Natur der Eingeschlossenen die letzte Hoffnung zerschlagen hat.
Einordnung
Gluchowski hat die moderne Sage von der geheimen Metro-2, der Regierungsbahn unter Moskau, in eine Gesellschaftslehre der Enge verwandelt. Die Stationen spiegeln das zwanzigste Jahrhundert: Rote, Braune, Händler, Heilige. Der junge Bote ist keine Heilsfigur, sondern jemand, der zu spät versteht. Gegen ältere Atomkriegsromane, in denen die Oberfläche als Wüste der Mutanten bleibt, setzt das Buch die Untergrundbahn als vollständige Welt: Markt, Kirche, Kaserne, Schule. Die Kritik hat die Grundidee als originelle Abwandlung bekannter Muster gelobt; der Erfolg lag auch darin, dass Leser schon während des Schreibens im Netz mitlasen.
Fortsetzungen von Gluchowski selbst – Metro 2034, Metro 2035 – und Dutzende Bände anderer Verfasser haben aus dem Buch ein offenes Universum gemacht. Die Videospiele ab 2010 folgen Artjom, weichen aber in Einzelheiten ab. Im Deutschen hält Heyne den Text als dickes Taschenbuch. Wer nach 2007 über das Überleben unter Städten spricht, hat diese Metro im Ohr; wer sie nur als Schießbahn kennt, hat die letzte Vision nicht gelesen. Die Rakete trifft den Garten, nicht die Frage, ob der Mensch andere Wesen ertragen kann.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
