Autor:Marguerite Duras

1914 1996
(Weitergeleitet von Marguerite Duras)
Schriftstellerin · Literatur · Gesellschaft · 20. Jahrhundert
LiteraturGesellschaft


Marguerite Duras, in Gia Định in Indochina geboren, hat der französischen Prosa die Kindheit am Mekong und den Satz gegeben, der fast nichts mehr erzählt. Der Liebhaber ist die späte Fassung einer ersten Liebe; der Prix Goncourt von 1984 machte das schmale Buch weltläufig, ohne es weicher zu machen.

Leben

Lehrerhaus in der Kolonie, Armut nach dem Tod des Vaters, Paris, die Résistance, die Ehe mit Robert Antelme, der aus Dachau zurückkam. Der Umweg ist Indochina: Duras hat die Kolonie nicht als Kulisse, sondern als erste Sprache behalten. Film, Theater, Alkohol, das Zimmer in Paris, aus dem die Sätze kamen, als wären sie diktiert. Sie starb in Paris.

Wirkung

Duras hat das Erzählen auf Wiederholung, Lücke und Stimme zurückgeschnitten. Der Liebhaber hat kein Gesicht, das bleibt; die Mutter hat eines, das zerstört. Was andere Romane ausmalen, lässt sie stehen, bis die weiße Fläche spricht. Neben Yourcenar und der männlichen Moderne steht sie als die, die das Begehren nicht psychologisiert, sondern als Lage zwischen Rassen, Geld und Familie zeigt.

Man hat sie zur Ikone einer kargen Erotik gemacht und den Film von Jean-Jacques Annaud für das Buch genommen. Die Prosa ist kälter als das Bild. Wer nur Saigon sucht, unterschlägt den Bruder und die Mutter. Wer nur die Form sucht, unterschlägt, dass diese Form eine koloniale Kindheit trägt, die sich nicht in Reue auflöst.

Werke

In Auswahl außerdem: Moderato cantabile, Der Schmerz, Hiroshima mon amour.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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